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| ISBN | 9783946770176 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 01.05.2017 |
| Genre | Kunst/Fotografie, Film, Video, TV |
| Verlag | Strzelecki Books |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
Lars Henrik Gass
Film und Kunst nach dem Kino
Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe
Der Film kommt dem Kino abhanden, das als Massenmedium allmählich verschwindet. Kino hat eine eigenständige gesellschaftliche Wahrnehmungsform hervorgebracht, die den Film von den Künsten unterschied. Das ist der Befund von Lars Henrik Gass’ so thesenfreudiger wie kenntnisreicher Streitschrift, die nun endlich in einer aktualisierten und deutlich erweiterten Neuausgabe erscheint. Gass hat ein parteiisches, auch polemisches Buch über den Niedergang des Kinos geschrieben. Er beschreibt die Bedingungen, unter denen Film heute als Kunstform entsteht und sichtbar wird. Zur Sprache kommen dabei viele Filme und Installationen (von Cyprien Gaillard, Douglas Gordon, Christian Marclay, Jesse McLean, Jon Rafman, Julian Rosefeldt, Steven Spielberg, Andy Warhol u.a.), historische Erscheinungsformen des Films (Expanded Cinema, Experimentalfilm, Found Footage, Installationen, Musikvideo usw.), vor allem aber die Frage nach der institutionellen, medialen oder systemischen Logik von Filmförderung, Internet oder Kunstbetrieb. Gass analysiert die gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen einer postkinematografischen Gegenwart anhand von Fernsehen, DVD, Internet, Filmfestivals, Ausstellungen oder Museen. Mehr als alles andere aber ist Film und Kunst nach dem Kino ein Manifest für eine Wahrnehmungsform: Vielleicht lässt sich das Kino erst im Moment seines Verschwindens wirklich verstehen. Und vielleicht haben wir die Lehre und die Kritik des Kinos nie dringender gebraucht als heute.
| ISBN | 9783946770176 |
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| Erscheinungsdatum | 01.05.2017 |
| Genre | Kunst/Fotografie, Film, Video, TV |
| Verlag | Strzelecki Books |
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Michael Omasta in FALTER 35/2017 vom 30.08.2017 (S. 38)
„Polemik statt Pessimismus“ könnte das schöne Motto dieses schmalen Bandes lauten, der zum ersten Mal vor fünf Jahren erschien. Für die Neuauflage in einem neuen Verlag hat Lars Henrik Gass, der Leiter der Kurzfilmtage Oberhausen, sein Plädoyer für das Kino noch einmal nachgeschärft.
Die Krise des Kinos beginnt schon bei der Filmförderung. Zwar werden immer mehr neue Laufbilder produziert, dies in der Regel allerdings mithilfe des Fernsehens, das auf eine privatisierte Filmrezeption setzt. Mit dem Kinoraum verschwindet auch eine kollektive Form der Wahrnehmung.
Herzstück der Streitschrift ist das Kapitel „Filmfestivals als temporäre Museen“, in der Gass den wachsenden kulturellen Stellenwert von Festivals beschreibt. „Das Kino zelebriert sich anscheinend umso mehr, je geringer seine soziale Relevanz wird, etwa auf dem roten Teppich der großen Filmfestivals.“ Dabei könnten sie nun doch endlich bessere Filme zeigen.

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