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| Themen | Kunst Musik Musikgeschichte |
|---|---|
| ISBN | 9783950567922 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 09.10.2026 |
| Größe | 23 x 16 cm |
| Verlag | Glitzer & Grind |
| Lieferzeit | Erscheint am 09.10.2026 |
Im Herbst 2026 erscheint anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Arena Wien mit Drüben im Dritten die umfassende Geschichte des wichtigsten alternativen Kulturzentrums Österreichs. Als im Sommer 1976 Aktivist·innen den alten Schlachthof in St. Marx besetzten, ahnte niemand, dass daraus eines der langlebigsten Kulturprojekte des Landes entstehen würde. Was als spontaner Aufbruch gegen kulturpolitische Enge begann, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem zentralen Ort für Subkultur, Musik und gesellschaftliche Debatten. Claus Oistric („Als der Vorhang fiel“) erzählt diese Geschichte anhand zahlreicher Gespräche mit diversen Zeitzeug·innen von damals und heute. Zu Wort kommen unter ¬anderem Patti Smith, Beatsteaks, Bilderbuch, Napalm Death, WIZO oder Pungent Stench – ebenso wie Menschen hinter den Kulissen, die von legendären Momenten des Arena-Alltags berichten, wie etwa dem Polizeieinsatz bei Black Flag oder der brennenden Bühne bei Einstürzende Neubauten. Gleichzeitig wird die Geschichte mit Ausflügen in die lokale Politik und benachbarte Underground-Szenen in den jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontext eingebettet. Drüben im Dritten zeichnet damit ein vielstimmiges Porträt eines Ortes, der für mehrere Generationen weit mehr war und ist als ein Konzertgelände – nämlich ein Experimentierfeld für Musik, Politik und alternative Lebensentwürfe.
| Themen | Kunst Musik Musikgeschichte |
|---|---|
| ISBN | 9783950567922 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 09.10.2026 |
| Größe | 23 x 16 cm |
| Verlag | Glitzer & Grind |
| Lieferzeit | Erscheint am 09.10.2026 |

Sebastian Fasthuber in FALTER 41/2026 vom 07.10.2026 (S. 30)
Ein gewisser Erwin suchte vor langer Zeit einen Raum, wo Lärm niemanden störte: "Es ist so in Wien das man für Punks sehr schwer ein leiwauntes Lokal findet ohne das man gleich Lokalverbot bekommt."
Diese Suchanzeige ist nur eines von vielen schönen Fundstücken aus den frühen Tagen der Arena Wien in dem Buch "Drüben im Dritten". Auf dem Areal fanden Punks - wie zuvor schon späte Hippies und andere alternative Lebensentwürfe - einen Platz, auf dem sie sich austoben konnten. Dieser war aber nicht vom Himmel gefallen, er musste mühsam erkämpft werden.
Zuerst wurde dafür im Juni 1976 der sogenannte Auslandsschlachthof in Erdberg besetzt. Wild ging es damals zu: Ein Zirkusbär mit Maulkorb und Handschuhen boxte gegen halbstarke Jugendliche. Zur Belohnung bekam er Schwechater Bier.
Der kurze Sommer der Anarchie endete mit der Zermürbung der Besetzer und der Räumung des Areals. Wohin mit der Subkultur? Sie erhielt schließlich ein Teilstück des ehemaligen Inlandsschlachthofs. Die Arena, wie wir sie heute kennen, ist viel kleiner dimensioniert, als sie ursprünglich gedacht war.
Das Buch von Claus Oistric, das Recherchen und Interviews mit Aktivisten, Veranstaltern und Bands sowie Fotos und Flyer versammelt, ist nicht das erste zum 50. Geburtstag der Arena. Bereits im Frühsommer erschien im Falter Verlag das offizielle Buch zum Jubiläum von der Kunsthistorikerin Constanze C. Czutta, die Teil des Arena-Teams ist.
"Drüben im Dritten" ist eher auf Musik fokussiert und zeichnet nach, wie sich der heute so erfolgreiche Konzertbetrieb entwickelt hat - und wie der Spagat zwischen basisdemokratischer Selbstverwaltung und Unterhaltungsindustrie gelingt.
Die besten Geschichten sind natürlich die aus alten Tagen. 1985 fackelten die Einstürzenden Neubauten die Bühne beinahe ab. Und auf seiner ersten Solotour trat Robbie Williams 1997 im Dritten auf. Magere 528 Tickets wurden verkauft.

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