Anders satt

Wie der Ausstieg aus der Tierindustrie gelingt
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Radikal-realistischer Fahrplan für eine umfassende Agrar- und Ernährungswende.
Die Tierindustrie befeuert die Klimakrise, fügt Tieren furchtbare Qualen zu und gefährdet unsere Gesundheit. All das spricht für eine grundlegende Transformation unseres Ernährungssystems. Aber was heißt das konkret? Friederike Schmitz zeigt, welche Maßnahmen jetzt unerlässlich sind und was wir dabei gewinnen können.
Es reicht nicht, wenn Einzelne bewusster konsumieren. Kleine Reformen hin zu etwas mehr »Tierwohl« oder Klimaschutz sind ebenfalls keine Lösung. Stattdessen brauchen wir einen politisch organisierten Ausstieg aus der Tierindustrie. Eine sinnvolle Ernährungspolitik kann den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern auf demokratische Weise schnell reduzieren. Durch Umschichtung von Subventionen und Gesetzesänderungen lässt sich auch eine gerechte Agrarwende gestalten.
Die Vorteile sind gewaltig: Wenn wir auf pflanzliche Nahrungsmittel setzen, können wir gesünder leben, Treibhausgase in Böden und Wäldern einlagern und ein besseres Verhältnis zu Tieren entwickeln. Damit all dies passiert, müssen wir uns politisch einmischen. Dieses Buch liefert dafür die entscheidenden Fakten und Lösungsvorschläge – und neue Impulse für die gesellschaftliche Debatte.
»Ein sehr konkretes und sehr hilfreiches Buch, das man wirklich sehr empfehlen kann.« – Catherine Newmark, Deutschlandfunk Kultur
»Es gibt zahlreiche Gründe, warum der Ausstieg aus der Tierindustrie unumgänglich ist. Friederike Schmitz hat sie alle in ihrem Buch beschrieben. Sie geht jedoch einen großen Schritt weiter: Für „Anders satt“ hat sie sich auf die Suche nach Alternativen gemacht, die jetzt schon gelebt werden, und deckt andererseits problematische Irrwege auf. Es ist ein Buch, das Hoffnung macht – und zeigt, was wir gewinnen können. Für die Tiere, die Natur, das Klima, uns alle und eine friedliche gerechte Zukunft.« – Kathrin Hartmann, Journalistin und Autorin von »Die grüne Lüge«
»Es ist dringend notwendig, unsere Ökosysteme vor dem Zusammenbruch zu schützen und unsere Beziehung zu der Natur und Lebewesen zu regenerieren. Das geht nur mit einer gerechten und gesunden Landwirtschaft. Friederike Schmitz ist die inspirierende Vordenkerin, die pragmatisch und detailliert zeigt, wie dies gelingen kann.« – Annemarie Botzki, Sprecherin Extinction Rebellion Deutschland
»Einfach phänomenal, wie gründlich Friederike Schmitz recherchiert, wie klar sie Informationen aufbereitet und welch konstruktive Vorschläge sie unterbreitet. Dieses Buch hat das Zeug, die Debatte um eine gerechte Ernährung einen großen Schritt voranzubringen!« – Hilal Sezgin, Autorin von »Artgerecht ist nur die Freiheit«

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FALTER-Rezension

Hat Nutztierzucht ein Ablaufdatum? Und was dann?

Die Wurst ist die Zigarette der Zukunft", soll der Geschäftsführer eines Fleischkonzerns einmal gesagt haben. Könnte Fleischessen bald ebenso verpönt sein wie das Rauchen? Der deutschen Autorin Friederike Schmitz geht es mit "Anders satt" nicht um Fleischesser-Shaming. Ihr Fazit aber lautet ganz klar: Der Umfang der Tierproduktion muss drastisch gesenkt werden - und zwar so schnell wie möglich. Sie erklärt die Probleme der Nutztierzucht und warum die Zukunft eine vegane sei.

Akribisch trägt die studierte Philosophin unzählige Studien zu klimaschädlichen Aspekten der Tiernutzung zusammen; sie erklärt das steigende Risiko von Viruserkrankungen, die vom Tier auf den Mensch übergehen können, und beleuchtet, was das Ganze für die Vierbeiner bedeutet -die ja nicht nur Methan rülpsen und Grundwasser verbrauchen, sondern oft ein Leben zwischen Gitterstäben fristen, bevor sie im Schlachthaus enden.

"Anders satt" prägen aber weniger deprimierende Fakten als vielmehr Ausstiegsszenarien: Die Autorin besucht bio-vegane Landwirtschaften und einen veganen Ziegenhirten, der seine "Arbeitskolleginnen" weder melkt noch schlachtet. Sie taucht ein in die Lebensmitteltechnologie, die Produktion pflanzlicher Fleischalternativen, und fragt nach, wie viel CO2 eingespart werden könnte, wenn Ackerflächen für Tierfutter renaturiert würden. Auch einer Diskussion über die Almwirtschaft stellt sich Schmitz: Rechtfertigt die Erhaltung der Kulturlandschaft die Schlachtung von Tieren? Ist sie wirklich so ökologisch wie ihr Ruf? Gäbe es Alternativen?
"Anders satt" stellt unangenehme Grundsatzfragen und versammelt Studien, die Vor-und Nachteile der rein pflanzlichen Lebensmittelproduktion diskutieren. Auch wenn man ihre Schlüsse nicht teilen mag: Schmitz liefert die Basis für eine informierte Diskussion darüber, ob eine Wirtschaft mit Tierzucht in Zeiten wie diesen noch vertretbar ist.

Christof Mackinger in Falter 4/2023 vom 27.01.2023 (S. 34)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783955751920
Erscheinungsdatum 10.10.2022
Umfang 376 Seiten
Genre Sachbücher/Natur, Technik/Natur, Gesellschaft
Format Buch
Verlag Ventil Verlag