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| Themen | Kunst Kunstformen Zeichnen und Zeichnungen |
|---|---|
| ISBN | 9783961612932 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 30.07.2026 |
| Größe | 20.9 x 12.8 cm |
| Verlag | Eisele Verlag |
| Übersetzung | Niklas Wagner |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Julia Eisele Verlags GmbH Lilienstraße 73 | DE-81669 München info@eisele-verlag.de |
Ein humorvolles Memoir über die Nähe zur Natur und die heilende Kraft der Verbindung
Auf ihrem verwunschenen Grundstück im Herzen von Wales folgen Frieda Hughes’ Tage der immergleichen Routine: Bilder malen, Gedichte schreiben, und die Arbeit an dem alten Haus und dem gewaltigen Garten. Ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie ein verwaistes Elsterküken rettet und beschließt, sich seiner anzunehmen. Fasziniert sieht sie George dabei zu, wie er die Welt um sich herum erkundet, erste Flugversuche startet und eine eigene Persönlichkeit entwickelt. In ihrer Kindheit hatte sich Frieda als Tochter des tragischen Schriftstellerpaars Sylvia Plath und Ted Hughes stets nach Beständigkeit gesehnt. Durch die Augen ihres gefiederten Freundes gewinnt sie nun unverhofft neue Klarheit über ihr eigenes Leben. Doch auch wenn sie es sich nicht eingestehen will, rückt der Tag immer näher, an dem George das heimische Nest verlassen wird …
| Themen | Kunst Kunstformen Zeichnen und Zeichnungen |
|---|---|
| ISBN | 9783961612932 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 30.07.2026 |
| Größe | 20.9 x 12.8 cm |
| Verlag | Eisele Verlag |
| Übersetzung | Niklas Wagner |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Julia Eisele Verlags GmbH Lilienstraße 73 | DE-81669 München info@eisele-verlag.de |
Klaus Nüchtern in FALTER 35/2026 vom 26.08.2026 (S. 27)
Lange Zeit hatte der Habicht den Schnabel vorn im Genre der aviformen Autofiktion. In ihrem zuletzt auch verfilmten Bestseller "H wie Habicht" (2015) erzählte Helen Macdonald von der Trauer über den Tod ihres Vaters ebenso wie von der Abrichtung des genannten Greifvogels zur Jagd. Fünf Jahre später berichtete Charlie Gilmour in "Elsterjahre", wie ihm die Aufzucht einer Elster dabei half, seine Daddy- Issues aufzuarbeiten und sich selbst auf die Vaterrolle vorzubereiten.
Nun ist Team Elster in Führung gegangen. Zu verdanken ist das Frieda Hughes, deren "George. A Magpie Memoir"(2023) soeben in deutscher Übersetzung erschienen ist. In Form eines Tagebuchs berichtet die britische Lyrikerin und Malerin sowie Tochter des berühmten Dichter-Ehepaares Ted Hughes und Sylvia Plath von den Abenteuern, Ärgernissen, Ängsten und Ekstasen, die sie während des Aufpäppelns und -ziehens der aus dem Nest gefallenen Elster George (Geschlecht: unbekannt) erlebt.
Wie der neugierige und zu jeglichem Schabernack aufgelegte George das Leben von Frieda und ihren drei Hunden auf den Kopf stellt, indem er ständig Dinge versteckt, Essbares stiehlt, die Haushaltshilfe terrorisiert und natürlich alles vollkackt, ist sehr komisch; wie Frieda die wachsende emotionale Bindung an den Rabenvogelracker mit der Bürde, diesen wieder in die Freiheit entlassen zu müssen, in Einklang zu bringen sucht -etwa indem sie eine gigantische Voliere errichten lässt -, herzzerreißend.
George macht sich allerdings im Oktober vom Acker, und Frieda bleibt - auf den letzten 70 Seiten - elsternlos zurück, gezeichnet von Trauer, diversen Leiden, der ständigen Plackerei im Garten und dem Niedergang ihrer Ehe. Über den erratischen, stets nur als "der Ex" geführten Gatten hätte man gerne auch weniger erfahren. Dass er sich am Ende wieder nach Australien vertschüsst und gegen einen Bengalenuhu eingetauscht wird, vergönnt man der Autorin freilich von Herzen.
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