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| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Lyrik, Poesie Moderne und zeitgenössische Lyrik (ab 1900) |
|---|---|
| ISBN | 9783969820476 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 03.03.2022 |
| Größe | 20.5 x 12.5 cm |
| Verlag | Quintus-Verlag |
| Lieferzeit | Lieferung in 7-14 Werktagen |
kazimierz / krakau die kuchen dort im schaufenster sehen wie thorarollen aus eine straße weiter wohnte mordechaj gebirtig mit frau bluma und drei kindern die fenster im keller des hauses aus dem sie ihn holten stehen nun offen da schaut jeder rein und kann ihn singen hören und in den nahen synagogen brauchst du die kippa nicht aufzusetzen die frauen am eingang lächeln den gästen aus deutschland freundlich zu vor einem café blüht die braunäugige susanne fünf złoty kostet dort eine tasse melange mit mohnstrudel In den neuen Gedichten von Sabine Schiffner werden Geschichten von Verrat und Verlust, von Geburt und Tod, von Lebensfreude und Vergänglichkeit, von Familie und von Einsamkeit erzählt. Mit manchmal fast naivem, oft befremdetem Blick beobachtet sie und wundert sich über die jetzige und die vergangene Welt, die ihren biografischen Kosmos berührt. Die Worte kommen in diesen Gedichten scheinbar leichtfüßig tänzelnd daher und streifen einen wie im Vorbeigehen. Wenn man aber stehen bleibt und sich einlässt, sieht man hinter der rhythmischen und genau durchdachten Sprachkomposition die tiefe Wunde. Sabine Schiffners Sprache ist immer musikalisch, oft zugleich rau, Alltagssprache mit Hochpoetischem verbindend, ernüchternd, überraschend.
| Themen | Biographie, Literatur und Literaturwissenschaft Lyrik, Poesie Moderne und zeitgenössische Lyrik (ab 1900) |
|---|---|
| ISBN | 9783969820476 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 03.03.2022 |
| Größe | 20.5 x 12.5 cm |
| Verlag | Quintus-Verlag |
| Lieferzeit | Lieferung in 7-14 Werktagen |
Björn Hayer in FALTER 28/2022 vom 13.07.2022 (S. 31)
Das Treiben auf den Straßen, Krähen im nassen Winter und immer wieder ein lyrisches Ich, das alles vom Fenster aus beobachtet, ja, ausnahmslos alles Sichtbare wahrnimmt: Wie ein nie versiegender Bewusstseinsstrom stürzen sich Sabine Schiffners Verse mit Rasanz und Passion in die Welt. Vor unserem inneren Auge entsteht eine Seelenlandschaft. Was die Lyrikerin in ihr sucht, ist die manchmal zu übersehende, aber in Wirklichkeit große Schönheit.
Mal äußert sie sich im Zwiegespräch mit dem Herbst, mal im Genuss der Sonne, wenn ihre Strahlen die Schmetterlinge zum Glitzern bringen. Dass sich unter den vielen lebensbejahenden Gedichten in "Wundern" mitunter auch einige finden, die von Furcht oder einem Albtraum vom vermeintlich gestorbenen Kind berichten, verleiht dem Band eine existenzielle Spannweite. Fazit: Berührend
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