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| Themen | Kunst Architektur Architektonische Struktur und Design Umweltfreundliche und nachhaltige („grüne“) Architektur und („grünes“) Design |
|---|---|
| ISBN | 9783987265440 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 02.06.2026 |
| Größe | 21 x 21 cm |
| Verlag | oekom verlag |
| Lieferzeit | Lieferbar in 14 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen oekom – Gesellschaft für ökologische Kommunikation mit beschränkter Haftung Goethestraße 28 | DE-80336 München info@oekom.de |
Ein verfallener Schuppen, eine alte Bruchsteinscheune, ein unscheinbarer Weg durchs Dorf – und plötzlich die Frage: Was darf bleiben, wenn alles nach Neubau ruft? In Bau-Sabbatical erzählt ein Architekt von seiner Entscheidung, nicht abzureißen, sondern zuzuhören: dem Ort, den Materialien, der Geschichte. Aus einem Zufallsfund wird ein persönliches Bau- und Lebensprojekt, aus Ruinen ein Zuhause, aus Abfall eine Ressource. Dieses Buch ist kein klassischer Ratgeber und kein nostalgischer Rückblick. Es ist eine leidenschaftliche, manchmal widersprüchliche Erkundung dessen, was »Bauen im Bestand« wirklich bedeutet – praktisch, politisch, poetisch. Zwischen Bruchstein und Holz, Denkmalrecht und Muskelkater, Hoffnung und Scheitern entsteht eine neue Umbaukultur: leise, eigensinnig, radikal im Respekt vor dem Vorhandenen. Ein Buch für alle, die Häuser nicht nur bauen, sondern verstehen wollen – und die sich für einen reflektierten, verantwortungsvollen Umgang mit dem gebauten Bestand interessieren. NKK
| Themen | Kunst Architektur Architektonische Struktur und Design Umweltfreundliche und nachhaltige („grüne“) Architektur und („grünes“) Design |
|---|---|
| ISBN | 9783987265440 |
| Sprache | Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 02.06.2026 |
| Größe | 21 x 21 cm |
| Verlag | oekom verlag |
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| Herstellerangaben | Anzeigen oekom – Gesellschaft für ökologische Kommunikation mit beschränkter Haftung Goethestraße 28 | DE-80336 München info@oekom.de |
Juliane Fischer in FALTER 39/2026 vom 23.09.2026 (S. 26)
Abreißen und neu bauen? Nein, lieber sanieren. Dafür hat sich Gerhard Zickenheiner als ehemaliger deutscher Bundestagsabgeordneter der Grünen und als Architekt stark gemacht. Auf einem Grundstück mit einer alten Bruchsteinscheune setzte er dann seine politischen Forderungen (wiederverwertbar, nachhaltig und ökologisch) in die Praxis um.
Das Spezielle am Sanieren: Es kommt immer anders, als man denkt, es braucht Hausverstand, Kreislaufdenken und Kreativität. Gängige Standards und Normen gilt es zu hinterfragen; etwa: Braucht es so viel Heizung/Dämmung/Schallschutz, so viele Steckdosen und immer dickere Betonbauteile?
Zickenheiner lobt den Baustoff-Allrounder Holz, erträumt sich eine Bauteilbörse und freut sich am Up-, Down-und Recycling. Aus 100 Jahre alten Flaschen bastelt er eine Lampe, Ziegelbruch wird zur Gartenmauer, ein Holzfensterchen dient als Oberlichte und Baustahlmatten als Brombeer-Rankgitter.
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Wenn man es klug angeht, lässt sich so einiges einsparen -jedenfalls auf lange Frist gesehen. Die meisten Neubauten sind äußerst kurzlebig, also nach spätestens 80 Jahren Sondermüll. Und abgesehen von den Emissionen: Bauen und Abreißen sind zusammen für den meisten Abfall verantwortlich.
Mit seinem persönlichen Bautagebuch schafft Gerhard Zickenheiner nicht nur ein Plädoyer für das Bauen im Bestand, sondern handelt das Thema auch konkret an einem Beispiel ab.
Die Durchschnittsfamilie kann sich sein Vorhaben wohl nicht zur Vorlage nehmen - wer hat schon so viel Zeit, um Glasscherben aus dem Bauschutt auszusortieren oder eine alte Stiege zu entnageln?
Aber "Baustellen-Sabbatical" betont, wie schön es sich wohnt, wenn man selbst aktiv mitgearbeitet hat. Zu jedem Detail gibt einem das Projekt eine persönliche Geschichte - etwa jene vom verlorenen Daumen oder von der gefundenen Kuhtränke. Konstruktiv, optimistisch und ansteckend!
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