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| Reihe | Architektur im Ringturm |
|---|---|
| Themen | Kunst Architektur |
| ISBN | 9783990140499 |
| Sprache | Englisch, Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 19.07.2011 |
| Größe | 21.5 x 20.5 cm |
| Verlag | Muery Salzmann |
| Beiträge von | Bojan Kovačević |
| Beiträge von | Adolph Stiller, Adolph Stiller, Vladislav Vuković, Mihajlo Mitrovic, Vesna Vucinic |
| Lieferzeit | Lieferung in 3-10 Werktagen |
Belgrad wurde im 20. Jahrhundert mehrere Male durch Kriege in Mitleidenschaft gezogen. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt 1941 von der deutschen Luftwaffe bombardiert, 1943–44 durch amerikanische Streitkräfte. Im Jahr 1999 war es die NATO, die nach gescheiterten politischen Verhandlungen mit Bombardements das damalige Regime in die Knie zwingen wollten. Immer noch sichtbar und für Architekturbegeisterte besonders schmerzhaft sind die Folgen des letzten Krieges am Generalstabgebäude, das beschädigt mitten in der Stadt steht. Der 1954–63 errichtete, von Nikola Dobrović entworfene Bau ist nicht nur sein einziges in Belgrad realisiertes Projekt, sondern auch sein herausragendes Hauptwerk. Es steht daher zu hoffen, dass trotz der massiven Schäden eine Restaurierung bald in Angriff genommen wird, die nach einhelliger Expertenmeinung technisch realisierbar wäre. Dobrović zählt mit Dragiša Brašovan, Branislav Kojić und Milan Zloković zu den großen „Klassikern“. Als „Meister“ waren sie für die Entwicklung der Architektur in Belgrad seit den 1930er Jahren prägend. Als Architekten, Hochschullehrer und Intellektuelle beeinflussten sie mit ihrer Persönlichkeit und ihrem Werk bis in die 1960er Jahre mehrere Generationen. Zu den wichtigsten Vertretern der darauf folgenden Generation von Architekten zählen der heute 89-jährige Doyen der Architekturszene Mihajlo Mitrović (Wohnbau im Stadtzentrum, 1964; Genex Center, 1970–80), der 2010 verstorbene Bogdan Bogdanović, der beinahe 20 Jahre in Wien gelebt hat, Ivan Antić (Museum für zeitgenössische Kunst, 1965) und Alexej Brkić. Bogdanović hat mit seinen Denkmälern und Zeichnungen sowie seiner originellen „Dorfschule der Architektur“ in Mali Popović und nicht zuletzt als Bürgermeister „seiner“ Stadt hat Bogdanović einen eigenwilligen und doch tiefgründigen Beitrag zur architektonischen Kultur Serbiens geleistet, der 2010 mit einer monographischen Ausstellung in Wien gewürdigt wurde. Eigene Aufmerksamkeit verdient das in den späten 1930er Jahren angedachte und ab den 1950er Jahren entstandene Novi Beograd, ein kompletter Stadtteil am linken Save-Ufer. Auf städtebaulichen Grundlagen von Dobrovic, Miloš Šombarski und mehreren Städteplanern der Stadtverwaltung ist es unter permanenter Veränderung dieser Vorgaben entstanden. Bei den stark durchgrünten Wohnvierteln fällt eine besonders angenehme Weitläufigkeit – gepaart mit relativ niedriger Bebauung im Verhältnis zu den Straßen- und Freiräumen – auf. Zusammen mit den vor allem der gehobenen Mittelschicht entstammenden Bewohnern hat dies dazu beigetragen, dass eine andernorts eingetretene Abwärtsentwicklung bis hin zu massiven sozialen Problemen hier ausgeblieben ist. Im Gegenteil: Neo Beograd erfreut sich steigender Wohnungspreise und ungebrochener Vitalität. Die beiden heute hauptsächlich tätigen Generationen von Architekturschaffenden werden neben anderen hervorragenden Persönlichkeiten vor allem von Branislav Mitrović dominiert, der auch als Hochschullehrer tätig ist. Die aus den Hochschulen kommenden jüngsten Vertreter der Szene versuchen, eigene Wege zu gehen. Dabei lassen sie das internationale Geschehen nicht völlig außer acht; Dank der großen Schulen, einer lebendigen Szene und den tragfähigen Bauten der Moderne vor Augen ist zu hoffen, dass die zeitgenössischen Architekten Serbiens an die eigenständige Poetik der großen Meister anknüpfen können. Zwei Architekten aus Österreich – Boris Podrecca, er ist gebürtiger Belgrader (Museum für Wissenschaft und Technik, 2007) und Wolfgang Tschapeller (Zentrum für Wissenschaftsförderung, 2010) – sind seit kurzem in Belgrad mit Projekten präsent, die in den nächsten Jahren realisiert werden sollen. Diese spektaktulären Entwürfe sind auch ein klares Signal für die die Öffnung Serbiens gegenüber dem Westen und Europa.
| Reihe | Architektur im Ringturm |
|---|---|
| Themen | Kunst Architektur |
| ISBN | 9783990140499 |
| Sprache | Englisch, Deutsch |
| Erscheinungsdatum | 19.07.2011 |
| Größe | 21.5 x 20.5 cm |
| Verlag | Muery Salzmann |
| Beiträge von | Bojan Kovačević |
| Beiträge von | Adolph Stiller, Adolph Stiller, Vladislav Vuković, Mihajlo Mitrovic, Vesna Vucinic |
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