Eins zwei Fittipaldi

Roman
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Ohne diesen Hasen käme wohl alles ganz anders. Rasant wie der Rennfahrer Fittipaldi flitzt er durch den Wald und zieht die fünf Freunde in den Sog eines Abenteuers: Dabei begegnen sie den „Wilden“ mit ihren Totenschädeln, Bierflaschen und der Hardrock-Musik aus dem Kassettenrekorder. Im Nebel taucht die schwarze Madonna von Tschenstochau auf und mit ihr die Erinnerung an die polnischen Flüchtlinge, die wochenlang den Turnsaal belagert haben. Genauso wie an die Oma, die ihnen helfen wollte mit ihren Kampfgebeten, während der Opa einen von seinen berühmten Maria-Witzen erzählt hat. Und dann ist da auch noch Magda, die Schwester von dem Oberwilden, von der man weiß, dass sie „es“ schon einmal gemacht hat …
Mit seinem in den frühen 1980ern angesiedelten Romandebüt über die kleinen Blutsbrüder, die die Indianer Anschleichhocke aus dem Effeff beherrschen, gelingt Helmut Neundlinger ein großer Wurf: In aller Unmittelbarkeit schildert er mit den Augen eines 11-Jährigen einen Mikrokosmos, in dem Geborgenheit und Bedrohung sich ein fragiles Gleichgewicht
halten – und bisweilen muss man sich echt überall zwicken, um nicht laut loszuprusten.

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FALTER-Rezension

Ein Kind ist auch der Erzähler von „Eins zwei Fittipaldi“, dem Debütroman des Germanisten, Essayisten und Lyrikers Helmut Neundlinger. Der Oberösterreicher vermeidet den Fehler, den viele bei ihrem ersten Roman machen: Er will darin nicht alles zeigen, was er kann und weiß. Sein Buch betreibt sympathisches Understatement.
Unmittelbar wie bei einer mündlichen Erzählung schildert ein Elfjähriger, was sich an einem Tag im Wald ­irgendwann in den frühen 80ern so alles abgespielt hat. Im Schnelldurchlauf: Abenteuer, Freundschaft, Banden, Totenschädel und vielleicht sogar ein erster Kuss. Neundlinger konnte den Buben in sich gut wachrufen, der Ton erinnert entfernt an Bücher von Austrofred und Wolf Haas, auch Herrndorfs „Tschick“ mag eine Inspiration gewesen sein. Zwischendurch darf es ernster werden, wenn plötzlich polnische Flüchtlinge am Dorfplatz von Eferding stehen. Aber nie zu ernst. Ein Vergnügen.

Sebastian Fasthuber in Falter 22/2018 vom 01.06.2018 (S. 35)

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Produktdetails
Mehr Informationen
ISBN 9783990141663
Erscheinungsdatum 01.02.2018
Umfang 120 Seiten
Genre Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Format Buch
Verlag Muery Salzmann
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