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| ISBN | 9783990270622 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 26.08.2015 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Jung u. Jung |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen Jung und Jung Verlag KG Hubert-Sattler-Gasse 1 | AT-5020 Salzburg office@jungundjung.at |
Crispin Mohr muss weit fort, um seiner Vergangenheit zu entkommen. Er lässt Pappenheim hinter sich, die Mutter, seinen versehrten Vater, eine unglückliche Liebe, und meldet sich als einfacher Reitersoldat zu den sogenannten Schutztruppen in die Kolonie Deutsch-Südwest. Dem, was er sich erträumt, kommt er aber auch in der neuen Heimat in Afrika, Deutschlands fernster Ferne, nicht näher. Als er sich in Hulette verliebt, die Enkelin eines Stammesführers, die als Faustpfand eines trügerischen Scheinfriedens mit der Kolonialmacht zum Opfer politischer Interessen und rassistischer Gewaltfantasien wird, entscheidet er sich für sein Schicksal: für eine Liebe, die keine Zukunft hat.Es ist ein finsteres Kapitel deutscher Geschichte, das Ludwig Fels hier aufschlägt und aus dem er eine Geschichte von biblischer Wucht erzählt. Die Hottentottenwerft ist ein Roman über Sehnsucht und Stolz, über den Lebenshunger eines jungen Mannes, der bis zu seinem Untergang an einem Traum festhält, welcher ihn zwischen die Fronten von Leben und Tod geraten lässt. Schmerzlich-schön, schonungslos hart und klar, mit dem glühend-visionären Pathos eines Trauer- und Freudengesangs.
| ISBN | 9783990270622 |
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| Erscheinungsdatum | 26.08.2015 |
| Genre | Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945) |
| Verlag | Jung u. Jung |
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| Herstellerangaben | Anzeigen Jung und Jung Verlag KG Hubert-Sattler-Gasse 1 | AT-5020 Salzburg office@jungundjung.at |

Kirstin Breitenfellner in FALTER 51/2015 vom 16.12.2015 (S. 28)
Im Juli 2015 hat Deutschland den Völkermord an den Herero und Nama mit über 80.000 Toten zwischen 1904 und 1908 in der ehemaligen Kolonie Südwestafrika endlich anerkannt. Im August erschien Ludwig Fels’ Roman, der diese Geschichte in Literatur zu transformieren versucht, mit dem einfachen Reitersoldaten Crispin Mohr (!) als naivem Helden. Mohr will eigentlich Farmer werden, begehrt die Enkelin eines Stammesführers – und ist mit beidem zum Scheitern verurteilt.
Fels kontrastiert die Langeweile, sinnlose Brutalität und die realitätsfremden Träume der Kolonialisten mit der Würde und Unbeugsamkeit der Einheimischen. Die Frauenrollen (die „edle Wilde“ und die dumme Kolonialistin) sind dabei alles andere als komplex angelegt. Zwischen Poesie und Sarkasmus wechselnd, was oft ein wenig gewollt anmutet, ist dieses Buch nicht eben flüssig zu lesen. Dennoch zeichnet es ein eindrückliches Bild einer düsteren Epoche.

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