FAST das Große Haus

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Kurzbeschreibung des Verlags:

An der Ecke zum Mirabellgarten sitzt ein Hammondorgelspieler. Lila Töne schweben in der Luft und düngen üppig die blühenden Stiefmütterchen und die grobwüchsigen Tulpenblätter. Engelbert weiß, dass seine Reise zu Ende geht, und er weiß, dass er sich keinen Moment lang auf den Weg gemacht hat. Unverdrossen spielt der Orgelmann seine immergleichen Melodien. Das ist kein Zufall. Die junge Frau schnäuzt sich auf der Bank nebenan. Sie blättert in einem Magazin und Engelbert beugt sich über sein Notizbuch, das er Buchstabe um Buchstabe mit seinen Zeichen angefüllt hat. Dabei ist ihm Klara oder Karla verloren gegangen, was aber auch nur bedingt stimmt, denn immerzu spielen sie in seine Überlegungen herein …

… Langsam verlanden die Stimmen, werden noch einmal von einer Welle hochgehoben, um erneut zu verlanden. Es folgt der geordnete Abzug. Der Orgelspieler spielt dazu in einem fort weiter und plötzlich ist es ruhig, nur die Orgelstimme bleibt übrig. Das Große Haus bleibt übrig. Klara oder Karla bleiben übrig. Übrig bleibt auch der Arabische Frühling und das gegenseitige Abschlachten auf ein Neues hin. Nichts tun, nur schauen, zuschauen, wie der Gärtner mit einer verzinkten Scheibtruhe ausfährt, das tut gut und mit diesem Guttun hat es sich schon, zumindest für diesen Moment, der alles ist und alles gewesen ist und wie niemals war. Wie schön!

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FALTER-Rezension

Auf 600 Seiten legt Hans Eichhorn die Notizen eines stillen Betrachters vor. Die Genauigkeit seiner Wahrnehmungen kommt nicht von ungefähr, ist doch das Beobachten für seine Professionen als Schriftsteller und Berufsfischer am Attersee unerlässlich. Trotz lyrischer Assoziationen sind die Texte nicht unpolitisch und trotz des experimentellen Zugangs ist ihre Lektüre nicht mühsam.

Schreibt er über die Ärgernisse des Warenumtausches oder Rhythmusstörungen, hat das metaphorischen Mehrwert. Unvermittelt steht das Kriegführen neben dem Anpflanzen: „Übrig bleibt der Arabische Frühling und das gegenseitige Abschlachten auf ein Neues hin. Nichts tun, nur schauen, zuschauen, wie der Gärtner mit einer verzinkten Scheibtruhe ausfährt, das tut gut und mit diesem Guttun hat es sich schon, zumindest für diesen Moment, der alles ist und alles gewesen ist und wie niemals war. Wie schön!“

Dominika Meindl in Falter 7/2020 vom 14.02.2020 (S. 34)

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Produktdetails
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ISBN 9783990288276
Ausgabe 1. Aufl.
Erscheinungsdatum 29.08.2019
Umfang 600 Seiten
Genre Belletristik/Erzählende Literatur
Format Hardcover
Verlag Bibliothek der Provinz
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