Professor Bernhardi

Ein prophetisches Drama über Antisemitismus
88 Seiten, Taschenbuch
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ISBN 9788027317264
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 05.04.2018
Größe 228 x 151 mm
Verlag E-Artnow
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HerstellerangabenAnzeigen
Libri GmbH
Europaallee 1 | D-36244 Bad Hersfeld
gpsr@libri.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

In "Professor Bernhardi" thematisiert Arthur Schnitzler die Konflikte zwischen individualistischen Prinzipien und kollektivistischen Ideologien im Rahmen einer tragischen Auseinandersetzung im medizinischen Milieu der Wien um 1912. Der Protagonist, Professor Bernhardi, wird in einen ethischen Konflikt verwickelt, als seine Entscheidung, einen schwerkranken Patienten nicht über dessen bevorstehendes Sterben aufzuklären, katastrophale Folgen nach sich zieht. Schnitzlers literarischer Stil, geprägt von präziser Dialogführung und psychologischer Tiefenschärfe, spiegelt die Spannungen der damaligen Gesellschaft wider und bietet einen tiefen Einblick in die Thematik der Aufklärung versus die massiven Strömungen des Antisemitismus und des Dogmatismus, die diese Zeit prägten. Arthur Schnitzler (1862-1931) war ein bedeutender österreichischer Dramatiker und Erzähler, dessen Werke häufig die Dualität zwischen innerem Leben und äußeren gesellschaftlichen Erwartungen reflektieren. Als Jude in einer traditionsbewussten Gesellschaft konfrontiert, löste Schnitzler durch seine kritischen und oft provokativen Texte Diskussionen über Moral und Ethik aus. "Professor Bernhardi", ein Schlüsselwerk in seinem Schaffen, ist nicht nur ein Reflexion seiner persönlichen Erfahrungen, sondern auch ein Spiegel der gesellschaftlichen Umbrüche, dem er mit literarischer Sensibilität begegnete. Dieses eindringliche Werk ist eine unabdingbare Lektüre für alle, die sich mit der Ethik der Medizin und den gesellschaftlichen Normen der frühen 20. Jahrhunderts auseinandersetzen möchten. Schnitzlers brillanter Umgang mit komplexen Themen bietet nicht nur eine fesselnde Erzählung, sondern regt zudem tiefgreifende Diskussionen über die Verantwortung von Wissenschaftlern in einem sich verändernden gesellschaftlichen Kontext an. Ein absolutes Muss für Literaturinteressierte und Fachleute gleichermaßen.

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ISBN 9788027317264
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Erscheinungsdatum 05.04.2018
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Über den Autor

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren und zählt zu den einflussreichsten deutschsprachigen Schriftstellern des frühen 20. Jahrhunderts. Er studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte 1885. Anschließend arbeitete er als Assistenz- und Sekundararzt am Allgemeinen Krankenhaus und war als Assistenz seines Vaters in der laryngologischen Abteilung der Allgemeinen Poliklinik Wien tätig. Bereits in dieser Zeit verfasste er literarische Werke und arbeitete gleichzeitig als Redakteur der "Internationalen Klinischen Rundschau". 1893, nach dem Tod seines Vaters, eröffnete er eine Privatpraxis. Sein künstlerisches Schaffen umfasst Dramen und Prosa, die sich durch Einblicke in die seelischen Vorgänge seiner Figuren auszeichnen und die Gesellschaft widerspiegeln, aber auch immer wieder Skandale und Debatten auslösen. Dennoch erhielt Schnitzler bereits zu Lebzeiten zahlreiche Auszeichnungen, wie den Bauernfeld-Preis für "Lebendige Stunden", den Raimund-Preis für "Der junge Medardus" oder den Wiener Volkstheaterpreis für "Professor Bernhardi". Zu Schnitzlers bekanntesten Werken zählen die Dramen "Anatol", "Liebelei", "Der grüne Kakadu", "Reigen", die Novellen "Frau Bertha Garlan" und "Lieutenant Gustl" sowie der Roman "Therese". Arthur Schnitzler starb 1931 an den Folgen einer Gehirnblutung. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne.

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