Die Flucht ohne Ende (Flucht aus russischer Kriegsgefangenschaft)

Odyssee eines Heimkehrers durch Revolution, Entwurzelung und europäische Moderne
84 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre
ISBN 9788027348404
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 15.12.2022
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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HerstellerangabenAnzeigen
Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Joseph Roths "Die Flucht ohne Ende" erzählt die Odyssee des k.u.k. Offiziers Franz Tunda, der aus russischer Kriegsgefangenschaft heimkehrt und doch nirgends mehr ankommt. Zwischen Sibirien, revolutionärem Russland, Wien, Berlin und Paris entfaltet der Roman ein Panorama der Nachkriegszeit, in dem politische Umbrüche, soziale Maskeraden und private Entwurzelung untrennbar verschränkt sind. Roths Stil ist knapp, präzise, von journalistischer Schärfe und melancholischer Ironie geprägt; literarisch steht das Werk im Kontext der Neuen Sachlichkeit, überschreitet sie jedoch durch seine existentielle Trauer. Joseph Roth, 1894 in Brody geboren, war selbst ein Chronist des untergegangenen Habsburgerreiches und ein genauer Beobachter der europäischen Zwischenkriegsordnung. Seine Erfahrungen als Soldat, Journalist und Emigrant schärften den Blick für Staatenlose, Heimkehrer und Menschen ohne feste Zugehörigkeit. Tundas Flucht ist daher weniger Abenteuerbericht als literarische Verdichtung jener historischen Erfahrung, die Roths gesamtes Werk bestimmt: der Verlust von Ordnung, Heimat und verbindlicher Identität. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Romane nicht als Kulisse, sondern als Diagnose einer Epoche begreifen. "Die Flucht ohne Ende" ist ein schmales, doch vielschichtiges Werk über die Unmöglichkeit der Rückkehr und die stille Tragödie des modernen Menschen.

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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre
ISBN 9788027348404
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 15.12.2022
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Über den Autor

Joseph Roth (1894-1939) war einer der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählern und Journalisten des 20. Jahrhunderts. Bereits während seiner Schulzeit verfasste Roth erste Gedichte. Zunächst begann er ein Studium in Germanistik und Philosophie an der Universität Lemberg, wechselte dann aber in die selben Fächer an die Universität Wien. 1915 veröffentlichte er mit "Welträtsel" sein erstes Gedicht. Später war Roth als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen tätig. Mit seinen Feuilletons wurde Joseph Roth zu einem der angesehensten deutschen Journalisten der 1920er Jahre. Ab 1923 entstanden etliche erzählerische Werke, darunter "Das Spinnennetz", "Hotel Savoy" und "Die Rebellion". Den internationalen Durchbruch schaffte der Schriftsteller 1932 mit "Radetzkymarsch", welchem der Fortsetzungsroman "Die Kapuzinergruft" und die Novelle "Die Büste des Kaisers" folgten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland emigrierte Roth nach Paris. Joseph Roth starb am 27. Mai 1939 in Paris.

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