Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht

Schuld, Identität und Spionage im Pariser Nachtgespräch der russischen Emigration
76 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre
ISBN 9788027349302
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 15.12.2022
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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HerstellerangabenAnzeigen
Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Joseph Roths "Beichte eines Mörders, erzählt in einer Nacht" ist eine kunstvoll verdichtete Rahmenerzählung über Schuld, Selbsttäuschung und die zerstörerische Macht politischer wie privater Loyalitäten. In einer Pariser Nacht legt der zwielichtige Semjon Semjonowitsch Golubtschik, Agent, Hochstapler und Sohn ungewisser Herkunft, sein Leben als Geständnis offen. Roth verbindet psychologische Präzision mit der Eleganz mündlichen Erzählens; der Ton schwankt zwischen melancholischer Ironie, moralischer Anklage und fatalistischer Legende. Im Kontext seines Spätwerks erscheint der Roman als Reflexion über das zerfallene alte Europa und die heimatlosen Existenzen nach dem Untergang der Habsburgermonarchie. Joseph Roth, 1894 in Brody geboren und 1939 im Pariser Exil gestorben, war Chronist des Verlusts: des Reiches, der jüdischen Lebenswelten Osteuropas und persönlicher Gewissheiten. Seine Erfahrungen als Journalist, Kriegsheimkehrer, Emigrant und scharfer Beobachter autoritärer Verführungen prägen diesen Text. Golubtschiks gebrochene Identität spiegelt Roths wiederkehrendes Interesse an Herkunft, Maskerade, Macht und moralischem Verfall. Empfohlen sei dieses Buch Lesern, die kurze, dichte Prosa von hoher erzählerischer Raffinesse schätzen. Es bietet keinen Kriminalroman im üblichen Sinn, sondern eine existentielle Untersuchung des Mordes als Symptom einer beschädigten Welt.

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Über den Autor

Joseph Roth (1894-1939) war einer der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählern und Journalisten des 20. Jahrhunderts. Bereits während seiner Schulzeit verfasste Roth erste Gedichte. Zunächst begann er ein Studium in Germanistik und Philosophie an der Universität Lemberg, wechselte dann aber in die selben Fächer an die Universität Wien. 1915 veröffentlichte er mit "Welträtsel" sein erstes Gedicht. Später war Roth als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen tätig. Mit seinen Feuilletons wurde Joseph Roth zu einem der angesehensten deutschen Journalisten der 1920er Jahre. Ab 1923 entstanden etliche erzählerische Werke, darunter "Das Spinnennetz", "Hotel Savoy" und "Die Rebellion". Den internationalen Durchbruch schaffte der Schriftsteller 1932 mit "Radetzkymarsch", welchem der Fortsetzungsroman "Die Kapuzinergruft" und die Novelle "Die Büste des Kaisers" folgten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland emigrierte Roth nach Paris. Joseph Roth starb am 27. Mai 1939 in Paris.

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