Eine blassblaue Frauenschrift (Historischer Roman)

Wien 1936: Gewissenskonflikt, Antisemitismus und Ehekrise in der Zwischenkriegszeit
60 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Historischer Roman
ISBN 9788027356089
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 16.12.2022
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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HerstellerangabenAnzeigen
Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Franz Werfels historisch grundierte Erzählung Eine blassblaue Frauenschrift führt in das Wien des Jahres 1936, wo der hohe Beamte Leonidas Tachezy an seinem fünfzigsten Geburtstag einen Brief seiner einstigen jüdischen Geliebten Vera erhält. Die zarte Handschrift ruft eine verdrängte Vergangenheit wach und stellt ihn vor eine moralische Entscheidung, die seine Karriere, Ehe und Selbstachtung berührt. In präziser, psychologisch durchdringender Prosa verbindet Werfel Gesellschaftsporträt, Gewissensdrama und politische Vorahnung; das Werk steht im Kontext österreichischer Moderne und Exilliteratur. Werfel, 1890 in Prag geboren, gehörte zu den prägenden deutschsprachigen Autoren jüdischer Herkunft des frühen 20. Jahrhunderts. Seine Erfahrungen mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie, dem Antisemitismus und der erzwungenen Emigration schärften seinen Blick für Schuld, Mitläufertum und bedrohte Humanität. Gerade diese biographische Spannung erklärt die eindringliche Darstellung eines Mannes, der sich hinter gesellschaftlicher Form verbirgt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die historische Literatur nicht als bloße Kulisse, sondern als moralisches Erkenntnisinstrument verstehen. Werfels schmale, dichte Komposition zeigt, wie private Schwäche politisch bedeutsam wird, und bleibt deshalb von beklemmender Aktualität.

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Themen Belletristik Historischer Roman
ISBN 9788027356089
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 16.12.2022
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Über den Autor

Der erfolgreiche Schriftsteller und Dramatiker Franz Werfel wurde 1890 in Prag geboren. Schon als Schüler verfasst Werfel Gedichte und Dramen. Bekannt wurde er schlagartig durch seine Gedichte "Weltfreund", "Wir sind" und "Einander". 1919 veröffentlichte der Schriftsteller seine erste eigenständige Novelle mit dem Titel "Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig". Es folgen unter anderem das Drama "Spiegelmensch" sowie die Werke "Der Tod des Kleinbürgers", "Kleine Verhältnisse", "Der Abituriententag". Besonders bekannt wurde der zweibändige historische Roman "Die vierzig Tage des Musa Dagh" und "Das Lied von Bernadette". Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte Werfel 1938 nach Frankreich, wo er zwei Jahre verweilte und anschließend über Spanien in die USA kam. Franz Werfel verstarb 1945 im Alter von 54 Jahren an einem Herzinfarkt. Posthum wurde sein autobiografisch geprägter Reiseroman "Stern der Ungeborenen" veröffentlicht. Werfel gilt als ein Wortführer des lyrischen Expressionismus.

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