Der Abituriententag

Psychologischer Roman über Jugendschuld, Gewissenskonflikt und verdrängte Schulvergangenheit
96 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre
ISBN 9788027356096
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 16.12.2022
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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HerstellerangabenAnzeigen
Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Der Abituriententag, 1928 erschienen und programmatisch als Geschichte einer Jugendschuld angelegt, entfaltet aus der Begegnung ehemaliger Mitschüler eine präzise Studie über Erinnerung, Schuld und gesellschaftliche Selbsttäuschung. Werfel verbindet den Rahmen des Klassentreffens mit Elementen des psychologischen Gerichtsromans: Hinter bürgerlicher Fassade tritt eine verdrängte Schulvergangenheit hervor, in der Demütigung, Machtlust und moralische Feigheit zerstörerische Folgen hatten. Der Stil ist zugleich nüchtern analysierend und von expressionistischer Intensität getragen; im literarischen Kontext der Zwischenkriegszeit steht der Roman neben Werken, die Autorität, Gewissen und die Brüchigkeit moderner Identität befragen. Franz Werfel, 1890 in Prag geboren, gehörte zur deutschsprachig-jüdischen Kulturwelt Böhmens und wurde früh als Lyriker des Expressionismus bekannt. Seine Erfahrungen mit religiöser Vielstimmigkeit, sozialer Ausgrenzung, Krieg und politischer Erschütterung prägten sein Werk nachhaltig. Gerade sein Interesse an Gewissenskonflikten und an der Verantwortung des Einzelnen gegenüber dem leidenden Anderen erklärt die moralische Schärfe dieses Romans. Empfohlen sei Der Abituriententag Lesern, die keine bloße Internats- oder Erinnerungsgeschichte erwarten, sondern eine dichte literarische Untersuchung des Gewissens. Das Buch zeigt eindringlich, wie Jugendhandlungen fortwirken und wie schwer echte Selbsterkenntnis sein kann.

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ISBN 9788027356096
Sprache Deutsch
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Über den Autor

Der erfolgreiche Schriftsteller und Dramatiker Franz Werfel wurde 1890 in Prag geboren. Schon als Schüler verfasst Werfel Gedichte und Dramen. Bekannt wurde er schlagartig durch seine Gedichte "Weltfreund", "Wir sind" und "Einander". 1919 veröffentlichte der Schriftsteller seine erste eigenständige Novelle mit dem Titel "Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig". Es folgen unter anderem das Drama "Spiegelmensch" sowie die Werke "Der Tod des Kleinbürgers", "Kleine Verhältnisse", "Der Abituriententag". Besonders bekannt wurde der zweibändige historische Roman "Die vierzig Tage des Musa Dagh" und "Das Lied von Bernadette". Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte Werfel 1938 nach Frankreich, wo er zwei Jahre verweilte und anschließend über Spanien in die USA kam. Franz Werfel verstarb 1945 im Alter von 54 Jahren an einem Herzinfarkt. Posthum wurde sein autobiografisch geprägter Reiseroman "Stern der Ungeborenen" veröffentlicht. Werfel gilt als ein Wortführer des lyrischen Expressionismus.

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