Die Kapuzinergruft

Elegischer Abgesang auf Habsburgermonarchie, Vorkriegswien und den Zerfall Europas nach dem Ersten Weltkrieg
88 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch
ISBN 9788027361410
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 17.12.2022
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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HerstellerangabenAnzeigen
Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Die Kapuzinergruft erzählt vom jungen Franz Ferdinand Trotta, einem Nachkommen jener Familie, deren Schicksal bereits in Radetzkymarsch mit dem Habsburgerreich verflochten war. Zwischen Wiener Kaffeehaus, galizischer Provinz, Kriegserfahrung und Nachkriegsverelendung entfaltet Roth eine elegische Chronik des Untergangs. Sein Stil verbindet klare, fast klassische Prosa mit melancholischer Ironie; im literarischen Kontext der Exilliteratur wird der Roman zu einer späten, schonungsvollen Diagnose europäischer Desintegration. Joseph Roth, 1894 in Brody geboren, kannte die Vielvölkerwelt der Donaumonarchie aus eigener Herkunft und Erfahrung. Als Journalist und Romancier beobachtete er nach 1918 den Zerfall politischer Ordnungen, die Entwurzelung des Einzelnen und den Aufstieg nationalistischer Ideologien. Im Pariser Exil schrieb er Die Kapuzinergruft 1938, im Jahr des Anschlusses Österreichs; persönliche Heimatlosigkeit, monarchische Nostalgie und historische Klarsicht prägen daher die innere Spannung des Buches. Empfohlen sei dieser Roman allen Lesern, die Literatur nicht nur als Erzählung, sondern als geistige Geschichtsschreibung begreifen. Die Kapuzinergruft ist knapp, kunstvoll und tief bewegend: ein Abgesang auf eine verlorene Welt, zugleich eine Warnung vor der moralischen Leere, die entsteht, wenn Tradition, Verantwortung und politische Vernunft zerbrechen.

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ISBN 9788027361410
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Erscheinungsdatum 17.12.2022
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Über den Autor

Joseph Roth (1894-1939) war einer der bedeutendsten deutschsprachigen Erzählern und Journalisten des 20. Jahrhunderts. Bereits während seiner Schulzeit verfasste Roth erste Gedichte. Zunächst begann er ein Studium in Germanistik und Philosophie an der Universität Lemberg, wechselte dann aber in die selben Fächer an die Universität Wien. 1915 veröffentlichte er mit "Welträtsel" sein erstes Gedicht. Später war Roth als Redakteur bei verschiedenen Zeitungen tätig. Mit seinen Feuilletons wurde Joseph Roth zu einem der angesehensten deutschen Journalisten der 1920er Jahre. Ab 1923 entstanden etliche erzählerische Werke, darunter "Das Spinnennetz", "Hotel Savoy" und "Die Rebellion". Den internationalen Durchbruch schaffte der Schriftsteller 1932 mit "Radetzkymarsch", welchem der Fortsetzungsroman "Die Kapuzinergruft" und die Novelle "Die Büste des Kaisers" folgten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten in Deutschland emigrierte Roth nach Paris. Joseph Roth starb am 27. Mai 1939 in Paris.

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