Das Unbehagen in der Kultur

Psychoanalytische Zivilisationskritik über Triebverzicht, Schuldgefühl und die Ambivalenz des Fortschritts
52 Seiten, Taschenbuch
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Themen Gesellschaft und Sozialwissenschaften Psychologie Theorien und Denkschulen Psychoanalyse
ISBN 9788027361731
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 17.12.2022
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Sigmund Freuds Das Unbehagen in der Kultur untersucht die spannungsreiche Beziehung zwischen individueller Triebstruktur und zivilisatorischer Ordnung. Ausgehend von der Psychoanalyse entfaltet Freud eine kulturtheoretische Diagnose: Kultur ermöglicht Schutz, Arbeitsteilung und Gemeinschaft, fordert jedoch Triebverzicht und erzeugt dadurch Schuldgefühl, Aggression und neurotische Belastung. Der Stil ist essayistisch, streng argumentierend und zugleich spekulativ; im Kontext der Zwischenkriegszeit erscheint der Text als nüchterne Antwort auf Fortschrittsoptimismus und moralische Selbstgewissheit. Freud, Begründer der Psychoanalyse, schrieb aus der Erfahrung klinischer Arbeit, philosophischer Lektüre und einer von Krieg, Antisemitismus und politischer Instabilität geprägten Epoche. Seine Theorien über Libido, Todestrieb, Über-Ich und Verdrängung bilden den Hintergrund dieser Schrift. Das Buch ist daher weniger kulturpessimistische Klage als eine konsequente Ausweitung psychoanalytischer Einsichten auf Gesellschaft, Religion und Geschichte. Empfohlen sei dieses Werk allen Leserinnen und Lesern, die Kultur nicht nur als Fortschritt, sondern als ambivalentes Arrangement menschlicher Wünsche verstehen möchten. Es bietet keine tröstliche Lösung, wohl aber eine scharfe begriffliche Landkarte moderner Existenz. Gerade wegen seiner provokanten Thesen bleibt es für Literatur-, Kultur- und Sozialwissenschaften unverzichtbar.

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ISBN 9788027361731
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Über den Autor

Sigmund Freud, geboren am 6. Mai 1856 in Freiberg, ist der Begründer der Psychoanalyse und war ein bedeutender Denker seiner Zeit. Er studierte an der Universität Wien und promovierte 1881 zum Doktor der Medizin. Anschließend arbeitete er am Allgemeinen Krankenhaus in Wien und habilitierte in Neuropathologie. Bald darauf ließ er sich als praktischer Arzt für Neurologie in Wien nieder. 1900 veröffentlichte Sigmund Freud das bekannte Werk "Die Traumdeutung". Zu weiteren bedeutenden Publikationen zählen "Totem und Tabu", "Das Ich und das Es", "Hemmungen, Symtom und Angst" sowie "Das Unbehaben in der Kultur". 1919 gründete er den "Internationalen Psychoanalytischen Verlag". Zu Lebzeiten wurde der Neurologe zum Bürger der Stadt Wien ernannt und mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. 1938 emigrierte er nach Großbritannien. Bis zu seinem Tod 1939 praktizierte Sigmund Freud in London.

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