Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig

Expressionistische Novelle über Vaterkonflikt, Schuld und patriarchale Gewalt
76 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre
ISBN 9788027369393
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 19.02.2023
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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HerstellerangabenAnzeigen
Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Franz Werfels Novelle Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig entfaltet eine fiebrige Studie über Schuld, Gewalt und die zerstörerische Macht patriarchaler Herrschaft. Im Zentrum steht der Konflikt zwischen einem Sohn und seinem tyrannischen Vater, der sich weniger als Kriminalfall denn als seelisches Tribunal erweist. In expressionistischer Verdichtung, mit pathetischer Bildsprache und psychologischer Zuspitzung, gehört der Text in den literarischen Kontext der Nachkriegs- und Vater-Sohn-Dramatik um 1920. Werfel, 1890 in Prag geboren, war als deutschsprachiger jüdischer Autor von der Vielsprachigkeit der Habsburgermonarchie, vom religiösen Fragen und von den Erschütterungen des Ersten Weltkriegs geprägt. Seine frühe expressionistische Prosa sucht nicht bloß gesellschaftliche Diagnose, sondern moralische Offenbarung. Die Erfahrung autoritärer Ordnungen, zerfallender Sicherheiten und einer Generation, die gegen ererbte Schuld rebelliert, bildet den geistigen Hintergrund dieser Novelle. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die Literatur als Erkenntnisinstrument schätzen. Werfel zwingt dazu, einfache Kategorien von Täter und Opfer zu überdenken und psychische Gewalt als historische wie metaphysische Macht zu begreifen. Die Novelle ist kurz, aber von großer gedanklicher Dichte: ein verstörendes, luzides Dokument des Expressionismus.

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ISBN 9788027369393
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 19.02.2023
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Über den Autor

Der erfolgreiche Schriftsteller und Dramatiker Franz Werfel wurde 1890 in Prag geboren. Schon als Schüler verfasst Werfel Gedichte und Dramen. Bekannt wurde er schlagartig durch seine Gedichte "Weltfreund", "Wir sind" und "Einander". 1919 veröffentlichte der Schriftsteller seine erste eigenständige Novelle mit dem Titel "Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig". Es folgen unter anderem das Drama "Spiegelmensch" sowie die Werke "Der Tod des Kleinbürgers", "Kleine Verhältnisse", "Der Abituriententag". Besonders bekannt wurde der zweibändige historische Roman "Die vierzig Tage des Musa Dagh" und "Das Lied von Bernadette". Nach dem Anschluss Österreichs emigrierte Werfel 1938 nach Frankreich, wo er zwei Jahre verweilte und anschließend über Spanien in die USA kam. Franz Werfel verstarb 1945 im Alter von 54 Jahren an einem Herzinfarkt. Posthum wurde sein autobiografisch geprägter Reiseroman "Stern der Ungeborenen" veröffentlicht. Werfel gilt als ein Wortführer des lyrischen Expressionismus.

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