Die griechische Tänzerin, und andere Novellen

Psychologische Novellen aus dem Wiener Fin de Siècle über Begehren, Konvention und Selbsttäuschung
64 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Besonderheiten Kurzgeschichten
ISBN 9788027372034
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 19.02.2023
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Die griechische Tänzerin, und andere Novellen führt in jene schillernde Welt des Wiener Fin de Siècle, in der Begehren, Selbsttäuschung und gesellschaftliche Konvention unablässig ineinandergreifen. Schnitzlers Prosa entfaltet ihre Wirkung durch psychologische Präzision, elegante Ökonomie und einen oft kühlen, ironischen Blick auf erotische Faszination und moralische Unsicherheit. Die Novellen stehen im Kontext der literarischen Moderne: äußere Handlung tritt zurück zugunsten innerer Regungen, flüchtiger Wahrnehmungen und jener feinen Brüche, in denen sich das bürgerliche Selbstbild enthüllt. Arthur Schnitzler, 1862 in Wien geboren, war Arzt und mit den geistigen Strömungen seiner Zeit, insbesondere der frühen Tiefenpsychologie, eng vertraut. Seine medizinische Schulung schärfte den Blick für Symptome, Verdrängungen und seelische Zwischentöne; seine Herkunft aus dem jüdischen Bildungsbürgertum ließ ihn die Ambivalenzen der habsburgischen Gesellschaft besonders aufmerksam beobachten. Aus dieser doppelten Perspektive entstanden Texte, die Intimität und soziale Rolle unbestechlich miteinander verschränken. Empfohlen sei dieser Band allen Leserinnen und Lesern, die die Novelle als Instrument subtiler Erkenntnis schätzen. Schnitzlers Kunst liegt nicht im lauten Effekt, sondern in der genauen Diagnose des Augenblicks: Wer moderne Erzählkunst, psychologische Literatur und die Kultur Wiens um 1900 verstehen möchte, findet hier eine konzentrierte, meisterhafte Einführung.

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Über den Autor

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren und zählt zu den einflussreichsten deutschsprachigen Schriftstellern des frühen 20. Jahrhunderts. Er studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte 1885. Anschließend arbeitete er als Assistenz- und Sekundararzt am Allgemeinen Krankenhaus und war als Assistenz seines Vaters in der laryngologischen Abteilung der Allgemeinen Poliklinik Wien tätig. Bereits in dieser Zeit verfasste er literarische Werke und arbeitete gleichzeitig als Redakteur der "Internationalen Klinischen Rundschau". 1893, nach dem Tod seines Vaters, eröffnete er eine Privatpraxis. Sein künstlerisches Schaffen umfasst Dramen und Prosa, die sich durch Einblicke in die seelischen Vorgänge seiner Figuren auszeichnen und die Gesellschaft widerspiegeln, aber auch immer wieder Skandale und Debatten auslösen. Dennoch erhielt Schnitzler bereits zu Lebzeiten zahlreiche Auszeichnungen, wie den Bauernfeld-Preis für "Lebendige Stunden", den Raimund-Preis für "Der junge Medardus" oder den Wiener Volkstheaterpreis für "Professor Bernhardi". Zu Schnitzlers bekanntesten Werken zählen die Dramen "Anatol", "Liebelei", "Der grüne Kakadu", "Reigen", die Novellen "Frau Bertha Garlan" und "Lieutenant Gustl" sowie der Roman "Therese". Arthur Schnitzler starb 1931 an den Folgen einer Gehirnblutung. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne.

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