Sterben

Psychologische Novelle der Wiener Moderne über Liebesbeziehung, Todesnähe und moralische Ambivalenz
28 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre
ISBN 9788027373901
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 19.02.2023
Größe 229 x 152 mm
Verlag e-artnow
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HerstellerangabenAnzeigen
Za sidlistem 22 | CZ-14300 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Arthur Schnitzlers Novelle "Sterben" entfaltet in konzentrierter Form das psychologische Drama des jungen Felix, der nach ärztlicher Diagnose dem nahen Tod entgegensieht, und seiner Geliebten Marie, deren Hingabe allmählich von Lebenshunger, Schuld und Angst unterwandert wird. In nüchterner, zugleich fein nuancierter Prosa untersucht Schnitzler die Erosion romantischer Treueversprechen unter dem Druck der Endlichkeit. Das Werk steht im Kontext der Wiener Moderne, deren Interesse an Bewusstsein, Nervosität und moralischer Ambivalenz hier exemplarisch Gestalt gewinnt. Arthur Schnitzler, 1862 in Wien geboren, war Arzt und Schriftsteller; seine medizinische Ausbildung, insbesondere seine Nähe zur Psychiatrie und zur zeitgenössischen Seelenkunde, prägte sein literarisches Verfahren entscheidend. Als Chronist des fin de siècle beobachtete er mit analytischer Schärfe die Brüchigkeit bürgerlicher Konventionen, erotischer Bindungen und individueller Selbstbilder. "Sterben" erwächst aus dieser doppelten Kompetenz: klinische Genauigkeit verbindet sich mit einem tiefen Verständnis für unbewusste Regungen und soziale Masken. Empfohlen sei "Sterben" allen Leserinnen und Lesern, die psychologische Literatur von großer Präzision schätzen. Die Novelle bietet keine tröstliche Sterbegeschichte, sondern eine schonungslose Studie über Liebe, Selbstbehauptung und die Grenzen moralischer Ideale. Gerade ihre Kürze macht sie zu einem eindringlichen Schlüsseltext Schnitzlers.

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ISBN 9788027373901
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Erscheinungsdatum 19.02.2023
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Über den Autor

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren und zählt zu den einflussreichsten deutschsprachigen Schriftstellern des frühen 20. Jahrhunderts. Er studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte 1885. Anschließend arbeitete er als Assistenz- und Sekundararzt am Allgemeinen Krankenhaus und war als Assistenz seines Vaters in der laryngologischen Abteilung der Allgemeinen Poliklinik Wien tätig. Bereits in dieser Zeit verfasste er literarische Werke und arbeitete gleichzeitig als Redakteur der "Internationalen Klinischen Rundschau". 1893, nach dem Tod seines Vaters, eröffnete er eine Privatpraxis. Sein künstlerisches Schaffen umfasst Dramen und Prosa, die sich durch Einblicke in die seelischen Vorgänge seiner Figuren auszeichnen und die Gesellschaft widerspiegeln, aber auch immer wieder Skandale und Debatten auslösen. Dennoch erhielt Schnitzler bereits zu Lebzeiten zahlreiche Auszeichnungen, wie den Bauernfeld-Preis für "Lebendige Stunden", den Raimund-Preis für "Der junge Medardus" oder den Wiener Volkstheaterpreis für "Professor Bernhardi". Zu Schnitzlers bekanntesten Werken zählen die Dramen "Anatol", "Liebelei", "Der grüne Kakadu", "Reigen", die Novellen "Frau Bertha Garlan" und "Lieutenant Gustl" sowie der Roman "Therese". Arthur Schnitzler starb 1931 an den Folgen einer Gehirnblutung. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne.

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