Arthur Schnitzler: Erzählungen

Psychologische Prosa aus Wien 1900: Begehren, Ehrkonflikte und innere Monologe der Wiener Moderne
844 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Besonderheiten Kurzgeschichten
ISBN 9788028343217
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 01.12.2023
Größe 229 x 152 mm
Verlag Sharp Ink
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HerstellerangabenAnzeigen
Schnirchova 662/22, Holešovice | CZ-170 00 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Arthur Schnitzler: Erzählungen versammelt Prosatexte, in denen die Wiener Moderne ihre schärfste psychologische Präzision gewinnt. Zwischen bürgerlichem Salon, militärischem Ehrenkodex, erotischer Verstrickung und existenzieller Angst entfalten sich Figuren, deren äußere Konventionen von inneren Monologen, Andeutungen und nervösen Wahrnehmungen unterlaufen werden. Schnitzlers Stil verbindet analytische Nüchternheit mit subtiler Ironie; seine Erzählkunst steht im Kontext von Fin de Siècle, Psychoanalyse und literarischem Impressionismus. Arthur Schnitzler, 1862 in Wien geboren und als Arzt ausgebildet, kannte die Sprache der Diagnose ebenso wie die Maskenspiele der Gesellschaft. Seine medizinische Erfahrung, seine Nähe zu zeitgenössischen Debatten über Sexualität, Bewusstsein und soziale Rollen sowie sein Leben im kulturell vielstimmigen Wien prägten jene genaue Beobachtung, aus der diese Erzählungen hervorgehen. Wie Freud interessierte ihn das Verborgene, doch machte er daraus Literatur von höchster formaler Eleganz. Dieser Band empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die nicht nur Handlung, sondern seelische Bewegung, gesellschaftliche Spannung und stilistische Raffinesse suchen. Schnitzlers Erzählungen bleiben erstaunlich gegenwärtig, weil sie zeigen, wie zerbrechlich Identität unter dem Druck von Begehren, Ehre und Selbsttäuschung ist.

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ISBN 9788028343217
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Über den Autor

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren und zählt zu den einflussreichsten deutschsprachigen Schriftstellern des frühen 20. Jahrhunderts. Er studierte Medizin an der Universität Wien und promovierte 1885. Anschließend arbeitete er als Assistenz- und Sekundararzt am Allgemeinen Krankenhaus und war als Assistenz seines Vaters in der laryngologischen Abteilung der Allgemeinen Poliklinik Wien tätig. Bereits in dieser Zeit verfasste er literarische Werke und arbeitete gleichzeitig als Redakteur der "Internationalen Klinischen Rundschau". 1893, nach dem Tod seines Vaters, eröffnete er eine Privatpraxis. Sein künstlerisches Schaffen umfasst Dramen und Prosa, die sich durch Einblicke in die seelischen Vorgänge seiner Figuren auszeichnen und die Gesellschaft widerspiegeln, aber auch immer wieder Skandale und Debatten auslösen. Dennoch erhielt Schnitzler bereits zu Lebzeiten zahlreiche Auszeichnungen, wie den Bauernfeld-Preis für "Lebendige Stunden", den Raimund-Preis für "Der junge Medardus" oder den Wiener Volkstheaterpreis für "Professor Bernhardi". Zu Schnitzlers bekanntesten Werken zählen die Dramen "Anatol", "Liebelei", "Der grüne Kakadu", "Reigen", die Novellen "Frau Bertha Garlan" und "Lieutenant Gustl" sowie der Roman "Therese". Arthur Schnitzler starb 1931 an den Folgen einer Gehirnblutung. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Wiener Moderne.

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