Die unsichtbare Sammlung

Eine psychologische Novelle über Inflationszeit, Kunstliebe und barmherzige Täuschung
52 Seiten, Taschenbuch
€ 8,70
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Themen Belletristik Besonderheiten Kurzgeschichten
ISBN 9788028343330
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 01.12.2023
Größe 229 x 152 mm
Verlag Sharp Ink
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HerstellerangabenAnzeigen
Schnirchova 662/22, Holešovice | CZ-170 00 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Die unsichtbare Sammlung zählt zu Stefan Zweigs eindringlichsten Novellen der Zwischenkriegszeit. In der Rahmenhandlung besucht ein Kunsthändler während der deutschen Inflation einen blinden alten Sammler, dessen geliebte Graphiken von der verarmten Familie längst verkauft wurden. Zweig entfaltet daraus ein Kammerspiel aus Illusion, Pietät und ökonomischer Verwüstung: Der tastende Enthusiasmus des Sammlers kontrastiert mit der leeren Mappe. Sein klarer, psychologisch gespannter Stil verbindet realistische Zeitdiagnose mit moralischer Parabel. Als österreichischer Jude, Kosmopolit und Humanist erlebte Zweig den Zusammenbruch des alten Europa, den Ersten Weltkrieg und die geistige Entwurzelung der Nachkriegsjahre. Seine eigene Leidenschaft für Autographen, Kunstwerke und kulturelles Gedächtnis schärfte den Blick für die symbolische Würde einer Sammlung. Zugleich nährte die Erfahrung von Inflation und sozialem Abstieg seine Empathie für verletzte bürgerliche Existenzen. Empfohlen sei diese Novelle allen Lesern, die kurze Prosa von großer ethischer Reichweite schätzen. Sie zeigt, wie Wahrheit und Schonung, Besitz und Erinnerung, Kunstliebe und Selbsttäuschung ineinandergreifen. In wenigen Seiten eröffnet Zweig ein erschütterndes Panorama historischer Not und menschlicher Zartheit.

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Themen Belletristik Besonderheiten Kurzgeschichten
ISBN 9788028343330
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 01.12.2023
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Über den Autor

Stefan Zweig, geboren am 28. November 1881 in Wien, war österreichischer Schriftsteller von Prosa, Novellen und historischen Erzählungen. Zweig studierte Germanistik und Romanistik in Wien und veröffentlichte 1901 seinen ersten Gedichtband "Silberne Saiten". Anschließend publizierte er literarische und literaturkritische Arbeiten in Zeitungen und Zeitschriften sowie in Buchform und war als Übersetzer tätig. Die Tragödie "Jeremias" wurde 1918 im Züricher Schauspielhaus uraufgeführt. Es folgten etliche Biografien, etwa "Drei Meister. Balzac – Dickens – Dostojewski", "Der Kampf mit dem Dämon. Hölderlin – Kleist – Nietzsche" oder "Drei Dichter ihres Lebens. Casanova – Stendhal – Tolstoi". Große internationale Erfolge feierte auch das 1927 erschienene Buch "Sternstunden der Menschheit" sowie die Erzählungen und Novellen "Erstes Erlebnis", "Amok", "Angst", "Verwirrung der Gefühle" und "Schachnovelle". Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrierte Zweig zunächst nach London, später in die USA und letztendlich nach Brasilien, wo er sich am 22. Februar 1942 das Leben nahm.

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