Der Nachsommer

Ein österreichischer Bildungsroman über Naturästhetik, Kunstbildung und das sanfte Gesetz des poetischen Realismus
372 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Allgemein, nicht nach Genre Allgemein und literarisch
ISBN 9788028350406
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 03.12.2023
Größe 229 x 152 mm
Verlag Sharp Ink
LieferzeitLieferung in 7-14 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
Schnirchova 662/22, Holešovice | CZ-170 00 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Adalbert Stifters Der Nachsommer, 1857 erschienen, ist einer der bedeutendsten deutschsprachigen Bildungs- und Entwicklungsromane des 19. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht Heinrich Drendorf, dessen Begegnung mit dem Freiherrn von Risach und dem Rosenhaus eine umfassende Schulung des Sehens, Denkens und Empfindens auslöst. Die Handlung entfaltet sich weniger dramatisch als kontemplativ: Naturbeobachtung, Kunstverständnis, Ordnung, Maß und sittliche Reifung bilden das eigentliche Geschehen. Stifters präziser, ruhig ausgreifender Stil steht im Kontext des poetischen Realismus und der nachrevolutionären Suche nach kultureller Stabilität. Stifter, 1805 in Oberplan geboren, war nicht nur Schriftsteller, sondern auch Maler, Pädagoge und Schulinspektor. Seine intensive Naturerfahrung, sein Interesse an Kunst und Denkmalpflege sowie seine Skepsis gegenüber politischer und moralischer Unordnung prägten dieses Werk entscheidend. Der Nachsommer erscheint als literarische Ausformung seines berühmten "sanften Gesetzes": der Überzeugung, dass das Beständige, Kleine und Geordnete die tiefste sittliche Kraft besitzt. Dieses Buch empfiehlt sich Lesern, die nicht Spannung im herkömmlichen Sinn suchen, sondern geistige Vertiefung, ästhetische Genauigkeit und ein großes Modell humanistischer Bildung. Wer sich auf Stifters Langsamkeit einlässt, entdeckt einen Roman von stiller Monumentalität.

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ISBN 9788028350406
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Über den Autor

Adalbert Stifter wurde am 23. Oktober 1805 in Oberplan im Böhmerwald geboren. Er war österreichischer Schriftsteller, Lyriker, Maler und Pädagoge und zählt zu den bedeutendsten Autoren des Biedermeier. Im Jahr 1826 kam Stifter nach Wien und studierte an der juristischen Fakultät der Uni Wien. Unter einem Pseudonym veröffentlichte er seine ersten Gedichte und widmete sich auch der Malerei. Noch zu Lebzeiten wurde er als Dichter bekannt, welche sein bildungspolitisches Engagement bis heute in den Hintergrund drängt. Zu seinen Werken zählen Erzählungen, Novellen und Romane, die sich vor allem durch seine Naturdarstellungen auszeichnen. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Erzählungssammlung "Bunte Steine" (enthält "Granit", "Kalkstein", "Turmalin", "Bergkristall", "Katzensilber" und "Bergmilch") sowie der Roman "Der Nachtsommer". Trotz fortgeschrittener Krankheit veröffentlichte Adalbert Stifter noch einige Werke, ehe er sich durch den Schnitt eines Rasiermessers am Krankenbett das Leben nahm und am 28. Jänner 1868 verstarb.

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