Die Vergiftung

Psychologischer Roman der Wiener Moderne über bürgerliche Familie, weibliche Selbstbestimmung und seelischen Zerfall
76 Seiten, Taschenbuch
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Themen Belletristik Historischer Roman
ISBN 9788028352189
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 05.12.2023
Größe 229 x 152 mm
Verlag Sharp Ink
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HerstellerangabenAnzeigen
Schnirchova 662/22, Holešovice | CZ-170 00 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Maria Lazars Roman "Die Vergiftung" entfaltet das beklemmende Bild einer bürgerlichen Welt, in der familiäre Nähe zur seelischen Kontamination wird. Die titelgebende Vergiftung bezeichnet weniger ein einzelnes Ereignis als einen Zustand: die schleichende Zersetzung von Vertrauen, Körpergefühl und moralischer Gewissheit. In einer präzisen, nervös verdichteten Prosa verbindet Lazar psychologische Analyse mit expressionistischer Schärfe und früher feministischer Gesellschaftskritik. Der Roman steht im Kontext der österreichischen Moderne nach dem Ersten Weltkrieg, wenn alte Ordnungen fortbestehen, aber innerlich bereits zerfallen. Maria Lazar, 1895 in Wien geboren, gehörte zu jener Generation jüdischer und weiblicher Intellektueller, deren literarische Stimmen lange verdrängt wurden. Ihre Erfahrungen mit patriarchalen Strukturen, politischer Radikalisierung, Antisemitismus und späterem Exil prägen den Blick auf Machtverhältnisse im Privaten wie im Öffentlichen. "Die Vergiftung" lässt erkennen, wie aufmerksam Lazar die Gewalt hinter Konventionen, Schweigen und scheinbarer Wohlanständigkeit beobachtete. Dieses Buch ist Leserinnen und Lesern zu empfehlen, die literarische Wiederentdeckungen, psychologisch genaue Prosa und kritische Zeitdiagnosen schätzen. "Die Vergiftung" ist kein bequemes Werk, aber ein eindringliches: ein Roman, der die Moderne nicht erklärt, sondern in ihrer Verunsicherung spürbar macht.

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Themen Belletristik Historischer Roman
ISBN 9788028352189
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Erscheinungsdatum 05.12.2023
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Über die Autorin

Maria Lazar, geboren 1895, erfuhr die erste Förderung ihres literarischen Talents bereits in der renommierten Schwarzwaldschule in Wien. Lazar war zunächst als Lehrerin am Harthof, einer der Schwarzwald-Schulen, tätig und verfasste ihren ersten Roman "Die Vergiftung", welcher 1920 veröffentlicht wurde. Ihr Eintakter "Der Henker" wurde ein Jahr später an der Neuen Wiener Bühne uraufgeführt. Bei Publikum und Kritik trafen beide Werke zunächst auf keinen Erfolg. Erst die unter dem Pseudonym Esther Grenen publizierten Romane "Der Fall Rist" und "Veritas verhext die Stadt" brachten der Schriftstellerin erste Anerkennung. Ihr politisches Schauspiel "Nebel von Dybern" wurde kurze Zeit nach der Uraufführung von den Nazis abgesetzt. 1933 verließ Lazar Österreich und fand Exil in Dänemark. Folgend erschienen die Romane "Leben verboten" und "Die Eingeborenen von Maria Blut". Die Schriftstellerin verfasste außerdem Essays, Erzählungen und Artikel für diverse Zeitschriften. 1939 emigrierte Lazar nach Schweden und arbeitete zunächst in einem Stockholmer Archiv. Nach schwerer Krankheit nahm sich Maria Lazar 1948 das Leben. Lange Zeit fast vollkommen in Vergessenheit geraten erfährt die bedeutende Schriftstellerin seit der Neuauflage ihres Romans "Die Vergiftung" zunehmend an erneuter Aufmerksamkeit.

Alle Bücher von Maria Lazar