Zeitgemäßes über Krieg und Tod

Psychoanalytische Kulturkritik zu Zivilisationsbruch, Massengewalt und Sterblichkeit
28 Seiten, Taschenbuch
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Themen Gesellschaft und Sozialwissenschaften Psychologie Theorien und Denkschulen Psychoanalyse
ISBN 9788028353384
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 05.12.2023
Größe 229 x 152 mm
Verlag Sharp Ink
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Schnirchova 662/22, Holešovice | CZ-170 00 Prague
kristoferpaetau@gmail.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Zeitgemäßes über Krieg und Tod untersucht Freuds Erschütterung angesichts des Ersten Weltkriegs: den Zusammenbruch zivilisatorischer Illusionen, die Ambivalenz patriotischer Begeisterung und die verdrängte Nähe des Todes. In zwei präzise komponierten Essays verbindet Freud kulturkritische Diagnose mit psychoanalytischer Begriffsschärfe. Sein Stil ist nüchtern, argumentativ und zugleich von moralischer Dringlichkeit; im Kontext der europäischen Moderne erscheint der Text als frühe Analyse jener Triebkräfte, die Humanität und Barbarei unheimlich ineinander verschränken. Sigmund Freud, Begründer der Psychoanalyse, schrieb 1915, als die Kriegserfahrung nicht nur politische Gewissheiten, sondern auch seine anthropologischen Annahmen herausforderte. Aus seiner klinischen Arbeit mit Verdrängung, Aggression, Schuld und Trauer gewann er ein Instrumentarium, das ihm erlaubte, kollektive Phänomene als Ausdruck seelischer Konflikte zu deuten. Persönliche Betroffenheit, intellektuelle Skepsis gegenüber Fortschrittsglauben und die Beobachtung kriegsbegeisterter Gesellschaften prägen die Schärfe dieser Schrift. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die den Krieg nicht allein historisch, sondern psychologisch und kulturtheoretisch verstehen wollen. Es bietet keine tröstliche Antwort, sondern eine disziplinierte Konfrontation mit menschlicher Destruktivität und Sterblichkeit. Gerade deshalb bleibt Freuds Essay ein unverzichtbarer Schlüsseltext für Gegenwart, Ethik und politische Selbstprüfung.

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Über den Autor

Sigmund Freud, geboren am 6. Mai 1856 in Freiberg, ist der Begründer der Psychoanalyse und war ein bedeutender Denker seiner Zeit. Er studierte an der Universität Wien und promovierte 1881 zum Doktor der Medizin. Anschließend arbeitete er am Allgemeinen Krankenhaus in Wien und habilitierte in Neuropathologie. Bald darauf ließ er sich als praktischer Arzt für Neurologie in Wien nieder. 1900 veröffentlichte Sigmund Freud das bekannte Werk "Die Traumdeutung". Zu weiteren bedeutenden Publikationen zählen "Totem und Tabu", "Das Ich und das Es", "Hemmungen, Symtom und Angst" sowie "Das Unbehaben in der Kultur". 1919 gründete er den "Internationalen Psychoanalytischen Verlag". Zu Lebzeiten wurde der Neurologe zum Bürger der Stadt Wien ernannt und mit dem Goethe-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet. 1938 emigrierte er nach Großbritannien. Bis zu seinem Tod 1939 praktizierte Sigmund Freud in London.

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