Die Tageszeitung

Eine Bestandsaufnahme
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Erlebt die Tageszeitung eine Renaissance? Ist es nur ein Zwischenhoch? Stirbt sie bald aus? Das kann und will dieses Heft nicht beantworten. Es beschäftigt sich mit dem Thema der seriösen Tageszeitung, wie man das sogenannte Qualitätsblatt nennen sollte. Seriös heißt ernsthaft, und die seriöse Zeitung ist eine, die ihre öffentliche, ihre demokratische Aufgabe ernst nimmt und sich nicht als bloßes Geschäftsunternehmen betrachtet.
Die Idee einer demokratischen Gesellschaft ist von ihrer Zeitungsöffentlichkeit nicht zu trennen. Expertinnen bestätigen, dass es ohne seriöse Publizistik keine Demokratie gibt und präsentieren ein Panorama vor allem europäischer demokratischer Zeitungen. Die Autoren  zeigen auch, welchen unterschiedlichen kommerziellen und politischen Gefahren diese Art der Publizistik ausgesetzt ist.

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Inhaltsverzeichnis

Zur Einleitung
Trost finden Wienerinnen und Wiener weniger in ihren Zeitungen als im Ort, wo sie diese konsumieren. Armin Thurnher liefert eine kurze Geschichte der Wiener Tageszeitung im 20. und 21. Jahrhundert

Zeitungen im Porträt
Wiener Zeitung Sie fällt aus dem allgemeinen Bild heraus. Die am längsten kontinuierlich erscheinende. Tageszeitung der Welt erscheint in Wien. Sie ist im Umbruch, beschriebt Anna Goldenberg
El País Die Zeitung war einmal ein Weltblatt, und wie manche andere wurde sie Opfer irregeleiteter. Strategien des dahinterstehenden Verlags. Josef Manola leidet beim Abstieg mit
La Repubblica Die italienischen Republik durchlebt Jahrzehnte eines verlotterten Populismus. Franz Kössler hofft mit dem stolzen Blatt gleichen Namens auf einen publizistischen Neubeginn
NZZ Wie passt sich das Flaggschiff des Schweizer Liberalismus in die allgemeine Krise der Schweizer. Presse ein, und kann sie ihr entgehen? Otfried Jarren zeichnet das größere Bild.
Gazeta Wyborcza Sie war das Sprachrohr der polnischen Opposition SolidarnoŚć, jetzt ist sie wieder in der Opposition gegen die polnische Regierung. Bartosz Wieliński war von Anfang an dabei .
Le Monde Das Blatt, das mit dem Segen Charles de Gaulles aus der Résistance kam, ist noch immer das bedeutendste in Frankreich. Jöelle Stolz, langjährige Le-Monde-Redakteurin, erzählt seine Geschichte.
FAZ „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ behauptete ein Slogan des konservativen deutschen Blattes. Er bezog sich vor allem aufs Feuilleton. Adrian Lobe sah nach, was heute dahintersteckt.
Guardian Die digitale Ausgabe des Guardian gehört weltweit zu den erfolgreichsten, die Publizisten des Blattes sind Weltklasse. Tessa Szyszkowitz beschreibt, warum dieser Erfolg dennoch prekär ist.
New York Times Demokratie braucht seriöse Publizistik, besonders wenn jemand wie Donald Trump im Weißen Haus sitzt. Anna Goldenberg studierte in New York und beschreibt den jüngsten Erfolg der „Gray Lady“.
Klassekampen Die Norweger sind anders, meint Erle SØrheim. Wo sonst würde ein konservativer Minister für eine Zeitung namens „Klassenkampf“ werben, die mit Kulturberichterstattung groß wurde?

Essays zur Zeitung
Thomas Steinfeld/Lothar Müller: Die Zukunft der Zeitung
Die beiden Feuilletonisten begründen, warum die seriöse Zeitung nicht zu ersetzen ist.
Jürgen Habermas: Keine Demokratie kann sich das leisten
Nämlich auf die seriöse Zeitung zu verzichten. Habermas schreibt über Information als öffentliches Gut.
Karl Philipp Moritz: Ideal einer vollkommenen Zeitung
Ein aufklärerischer Schriftsteller formuliert Ende des 18. Jahrhunderts das Programm einer Tageszeitung.

Erscheinungsdatum 04.04.2018
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