Putins rechte Freunde
Wie Europas Populisten ihre Nationen verkaufen

von Michel Reimon, Eva Zelechowski

€ 16,90
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EAN: 9783854395928
Verlag: Falter Verlag
Format: Taschenbuch
Umfang: 128 Seiten
Erscheinungsdatum: 20.02.2017

Ebenfalls erhältlich:   Putins rechte Freunde - E-Book um € 9,99

Russlands Präsident Wladimir Putin setzt auf Europas rechtspopulistische Parteien. Er fördert, finanziert und vernetzt sie untereinander. Sein Ziel ist, geopolitisch an Einfluss zu gewinnen und eine schwächelnde Europäische Union in die Bedeutungslosigkeit zu treiben.
Europas rechte Parteien setzen auf die Allianz mit Putin. Ihr Ziel ist, die EU zu zerschlagen und ein Europa mit sich abkapselnden Nationalstaaten zu errichten.
2017 könnte ein entscheidendes Jahr für diese Strategie sein: Der AfD in Deutschland und dem Front National in Frankreich werden bei den anstehenden Wahlen massive Zugewinne vorhergesagt.
Noch weiter könnte der Rechtsruck in Österreich gehen. Sollte die rechtsextreme FPÖ bei den nächsten Wahlen den ersten Platz erringen, könnte sie das Land auf einen nationalkonservativen, europafeindlichen Kurs drehen, ganz wie es die autoritären Parteien bereits in Polen und Ungarn gemacht haben.

Podcast: Buchpräsentation und Podiumsdiskussion "Putins rechte Freunde"

23.2.2017, Hauptbücherei Wien. Teilnehmer: Michel Reimon, Eva Zelechowski, Anton Shekhovtsov, Nina Horaczek, Lisa Mayr (Moderation), Erich Klein (Übersetzung)
Quelle: https://www.buechereien.wien.at/de/programm/podcasts/194


Rezension aus FALTER 8/2017

Alle gegen die EU: Wladimir Putins Netzwerk der Europafeinde

Unser Ziel ist die Zerstörung dieser Europäischen Union“, sagte Marine Le Pen, Vorsitzende des rechtsextremen Front national in Frankreich und Favoritin bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich Ende April. In ihrem neu erscheinenden Buch „Putins rechte Freunde. Wie Europas Populisten ihre Nationen verkaufen“ beschreiben Michel Reimon und Eva Zelechowski, wie Russlands Präsident Wladimir Putin mithilfe rechtsextremer Parteien und Gruppierungen in der EU seinen Einfluss in Europa ausweitet und damit die Europäische Union schwächt.
Der ehemalige Journalist Reimon sitzt seit 2014 für die österreichischen Grünen im EU-Parlament, seine Co-Autorin Zelechowski ist Journalistin der Wiener Zeitung.
In ihrem Buch beschreiben sie, auf welch unterschiedliche Weise das russische Regime versucht, Politik und öffentliche Meinung in Europa zu beeinflussen. Zum einen indirekt, indem Putins rechte bis rechtsextreme Partner öffentlich für eine russlandfreundliche Politik und ein Ende der wegen der Krim-Annexion gegen Russland verhängten Sanktionen auftreten. Zum anderen ganz direkt, durch gezielte Propaganda staatlich gelenkter Medien wie des von Russland finanzierten Auslandfernsehsenders RT oder des Onlinemediendienstes Sputnik, der Putin-freundliche und antiwestliche Berichterstattung in zahlreichen Sprachen verbreitet.
Von dieser Allianz profitieren auch die extremen Rechten. Diese in ihren Ländern oft politisch isolierten Parteien können sich dank Putin als staatstragend und als Global Player präsentieren. Manch einer profitiert auch finanziell. So erhielt etwa Le Pens Front national elf Millionen Euro aus Russland, darunter neun Millionen von der Kreml-nahen First Czech Russian Bank als Kredit. Während ihrer Recherche habe sich ihr Bild von Putin verändert, sagt Autorin Zelechowski: „Putin ist nicht nur skrupellos, er ist auch ein ideologiefreier Machthaber, dessen einziges Ziel Machterhalt mit allen Mitteln ist.“
So können auch Freundschaften zwischen Putin und den Rechtsextremisten rasch abkühlen. Anfang 2017 drehte sich der Wind für den Front national. Nach einer Pleite der Bank stellte die russische Einlagensicherung dem Front national seinen Millionenkredit überraschend fällig.

Buchpräsentation am 23. Februar um 19 Uhr in der Hauptbücherei Wien (7., Urban-Loritz-Platz 2a) mit einer Podiumsdiskussion mit Michel Reimon (EU-Abgeordneter der Grünen), Eva Zelechowski (Wiener Zeitung), Anton Shekhovtsov (Politologe und Fellow am IWM) und Nina Horaczek (Falter). Moderiert wird die Veranstaltung von Lisa Mayr (Der Standard). Eintritt frei!

Nina Horaczek in FALTER 8/2017 vom 24.02.2017 (S. 12)



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