Conspiracy

Audio-CD
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ISBN 0602508959110
Erscheinungsdatum 11.09.2020
Größe 144 x 126 mm
Verlag Universal Music Vertrieb - A Division of Universal Music GmbH
Komponist(en) Terje Rypdal
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info@mfp.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

Ein neues ECM-Studioalbum und ein Programm mit neuer Musik von Terje Rypdal ist ein Grund zum Feiern.Auf Conspiracy scheint sich der große norwegische Gitarrist wieder mit der wilden Inspiration zu verbinden, die solche frühen Meisterwerke wie Whenever I Seem To Be Far Away, Odyssey und Waves inspiriert hat.Er lotet hier das klangliche Potenzial der E-Gitarre sowohl mit der Liebe eines Rock-Improvisators zu roher Energie als auch mit dem Gespür eines Komponisten für Raum und Textur aus.Der Keyboarder Ståle Storløkken, der an Terjes Alben Vossabrygg und Crime Scene mitgewirkt hat, ist ein idealer Mitverschwörer, der die Handlung mit seinem eigenen intuitiven Gespür für komplementäre Klangfarben fortwährend verdichtet.Conspiracy stellt auch eine willkommene Rückkehr für Pål Thowsen dar, dessen subtiles, detail-reiches Schlagzeugspiel auf ECM erstmals mit Arild Andersens Gruppen aus den 1970er Jahren zu hören war.Rypdals beste Band seit Jahren wird durch den begabten jungen Bassgitarristen Endre Hareide Hallre vervollständigt.Conspiracy wurde in Oslos Rainbow Studio aufgenommen und von Manfred Eicher und Terje Rypdal produziert.

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ISBN 0602508959110
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FALTER-Rezension

Wolkig bis heiter, nicht immer geht was weiter

Klaus Nüchtern in FALTER 39/2020 vom 23.09.2020 (S. 36)

Meteorologische Metaphern in der Musikkritik sind ein Klischee, zumal wenn sie auch noch durch die Cover-Motive bekräftigt werden. Adjektive wie „wolkig“ und „verhangen“ beschreiben das Spiel von Terje Rypdal aber nun einmal ziemlich gut. Der norwegische Gitarrist hat soeben mit „Conspiracy“ sein circa 25. Album in circa 50 Jahren auf dem deutschen Label ECM vorgelegt. Es dauert circa 35 Minuten und wird einem in seiner schlierig-klangmalerisch viskosen Wohlklangesoterik dennoch ganz schön lang. Lediglich auf dem Titeltrack entwickelt das Quartett eine gewisse fusioneske Dringlichkeit, aber auch die klingt wie das Mahavishnu Orchestra nach einer F.-X.-Mayr-Kur. Dass diese Verschwörung die Welt aus den Angeln hebt, ist nicht zu erwarten.

Rypdals Landsmann, der Pianist Bugge Wesseltofft, hat sich – so wie auch sein früh verstorbener schwedischer Kollege Esbjörn Svennson (e.s.t.) – dazu entschlossen, mit seinem Trio Rymden das kulinarische Potenzial von Pop abzumelken. Das von Wesseltofft gegründete Label Jazzland Recordings preist „Space Sailors“ als Kollision eines Krzysztof-Komeda-Scores für Roman Polanski mit Fugazi oder Death-Metal-Chopin aus, und annähernd so peinlich klingen die in ihrer penetranten Pushiness einhergroovenden Stücke auch: wie der Soundtrack zu elaborierten Werbespots für Winterreifen mit Extra-Grip.

Der Albumtitel „Arctic Riff“ (ECM), auf dem das polnische Marcin Wasilewski
Trio den transatlantischen Brückenschlag mit dem kongenial klangsensiblen Tenorsaxofonisten Joe ­Lovano vollzieht, klingt kühl, bringt aber mit Stücken wie „Glimmer of Hope“ oder „Fading Sorrow“ mehr als einen Schuss Zuversicht in eine frostige Welt. Wasilewski, einst rekrutiert vom großen Tomasz Stańko, ist ein Pianist/Bandleader von enormer Musikalität, dem der Spagat zwischen bündigem Swing und luftiger Improvisation souverän gelingt.

In dieser Rezension ebenfalls besprochen:

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