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| ISBN | 9783103970739 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 27.10.2021 |
| Genre | Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) |
| Verlag | S. FISCHER |
| Sammlung | Besser lesen mit dem FALTER - Die Bücher zum Podcast Folge 1-50 |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen S. Fischer Verlag GmbH Hedderichstraße 114 | DE-60596 Frankfurt am Main produktsicherheit@fischerverlage.de |
Als Jean-Paul Sartre mit Simone de Beauvoir im Kranzler-Eck in Berlin Käsekuchen isst, Henry Miller und Anaïs Nin wilde Nächte in Paris erleben, F. Scott Fitzgerald und Frida Kahlo sich in Europa in leidenschaftliche Affären stürzen, fliehen Bertolt Brecht und Helene Weigel und Thomas und Katia Mann ins Exil. Genau das ist die Zeit, in der die Nazis die Macht in Deutschland ergreifen, Bücher verbrennen und die Gewalt gegen die Juden beginnt.
1933 enden die »Goldenen Zwanziger« mit einer Vollbremsung.
In einem virtuosen Epochengemälde führt Florian Illies uns zurück in ein Jahrzehnt berstender politischer und kultureller Spannungen. Eine mitreißend erzählte Reise in die Vergangenheit, die sich wie ein Kommentar zu unserer verunsicherten Gegenwart liest: Liebe in den Zeiten des Hasses.
| ISBN | 9783103970739 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 27.10.2021 |
| Genre | Sachbücher/Geschichte/20. Jahrhundert (bis 1945) |
| Verlag | S. FISCHER |
| Sammlung | Besser lesen mit dem FALTER - Die Bücher zum Podcast Folge 1-50 |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
| Herstellerangaben | Anzeigen S. Fischer Verlag GmbH Hedderichstraße 114 | DE-60596 Frankfurt am Main produktsicherheit@fischerverlage.de |

Barbaba Tóth in FALTER 4/2022 vom 26.01.2022 (S. 19)
Alles, nur nicht langweilig Paris im Frühling 1929. Simone de Beauvoir versetzt Jean-Paul Sartre bei deren erstem Rendezvous. Trotzdem entwickelt sich zwischen den beiden angehenden Philosophen eine faszinierende Liebesgeschichte, Vorbild für viele Paare, die sich auf ewig lieben, aber das Bett auch einmal mit jemand anderem teilen wollen. Mit Sartre und Beauvoir eröffnet der Autor Florian Illies einen Reigen an Paaren und Menages à trois, die sich in den Zwischenkriegsjahren in Berlin, Wien, Zürich, Paris und an anderen Orten des Jetsets an alternativen Lebensformen ausprobierten. Er erzählt Zeitgeschichte und große Politik im Kleinen, Persönliches anhand von Tagebüchern, Briefen und Tageszeitungen. Berühmte Namen kommen einem dabei sehr nahe, es menschelt gehörig, auch wenn Illies im Ton lakonisch-feuilletonistisch bleibt.
Es ist eine kurze Ära voll flirrender Möglichkeiten, zumindest für die begüterte, intellektuelle und künstlerische Elite. Ihre Protagonisten sind, was man heute queer nennen würde, Schwulenbars sind so selbstverständlich wie Liebschaften, die im Sommer an mondäne Urlaubsorte mitgenommen werden, oder "weiße" oder "offene" Ehen. Der Kontrast zu den spießigen, engen 1950er-Jahre könnte nicht größer sein. Schwul oder lesbisch, sozialistisch, kommunistisch und jüdisch: Die damalige Avantgarde war mehr als einmal gefährdet, und so werden auch die Repressionen der Nationalsozialisten von Monat zu Monat bedrohlicher. Illies, geboren 1971, Kunstexperte und Journalist, ist Spezialist für breitenwirksame Epochenporträts. In "Generation Golf"(2000) beschrieb er die Selbstgefälligkeit der zwischen 1965 und 1975 in Westdeutschland Geborenen. Es war eine spöttische wie treffende Selbsterkundung. Dann kam "1913. Der Sommer des Jahrhunderts"(2012), das Panorama eines Jahres, in dem die Kultur ihre Hochblüte erlebt, gleichzeitig der Erste Weltkrieg schon am Horizont dräut. "Liebe in Zeiten des Hasses" ist Illies nächstes literarisches Wimmelbild, ein logischer Bestseller mit einer eindringlichen Botschaft: Bleibt vielfältig!

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