Links - Deutsch / Deutsch - Links

192 Seiten, Taschenbuch
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Themen Gesellschaft und Sozialwissenschaften Politik und Staat Politische Kontrolle, Propaganda und Freiheitsrechte Politische Bildung und Zivilgesellschaft
ISBN 9783987913693
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 16.03.2026
Größe 21.5 x 13.5 cm
Verlag Westend
Herausgegeben von Pauline Voss, Julian Reichelt
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HerstellerangabenAnzeigen
Westend Verlag GmbH
Waldstr. 12A | DE-63263 Neu-Isenburg
info@westendverlag.de
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Kurzbeschreibung des Verlags

"Links - deutsch/deutsch - links" entlarvt auf kluge und zugleich amüsante Art, wie das linke Establishment Sprache instrumentalisiert, um Debatten zu prägen und Diskurse zu beherrschen. In vielen unkorrekten und bitterbösen Einträgen werden die Schlüsselbegriffe linker Deutungshoheit dekonstruiert - von "unsere Demokratie" über "Hass und Hetze" bis "Energiewende", von "Fachkraft" über "Intersektionalität" und "Desinformation" bis "Femizid". Warum beschwören Politiker mantraartig die "Parteien der Mitte" und sind diese wirklich so mittig? Was meinen Journalisten, wenn sie "Haltung" bekennen? Welche politischen Strategien stecken hinter dem Begriff "Delegitimierung"? Was ist eine "gebärende Person", und warum nennt man sie nicht "Mutter"? Und weshalb spricht die Polizei lieber von "Streit", wenn es eigentlich um Kriminalität geht? Ein Wörterbuch für alle, die ihre Liebsten endlich davon überzeugen wollen, dass die neue "verordnete" Sprache oftmals zielgerichtet an der Wahrheit vorbeisegelt. Und für alle, die sich im linken Floskel-Wahnsinn nicht ganz so alleine fühlen wollen. Kurz: ein Standardwerk für alle, die dem linken Kulturkampf mit humoristischer Gelassenheit und argumentativer Schärfe begegnen wollen.

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Themen Gesellschaft und Sozialwissenschaften Politik und Staat Politische Kontrolle, Propaganda und Freiheitsrechte Politische Bildung und Zivilgesellschaft
ISBN 9783987913693
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Verlag Westend
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FALTER-Rezension

"Rechte" und "linke" Begriffe der Kulturkampfarena zum Nachschlagen

Barbaba Tóth in FALTER 22/2026 vom 27.05.2026 (S. 16)

Der italienische Philosoph und Kommunist Antonio Gramsci (1891-1937) ist wieder schwer in Mode, vielleicht war er auch nie weg. Aktuell beschäftigen sich gleich zwei Bücher mit der Frage, wie kulturelle Hegemonie entsteht und welche Wörter dabei als "Waffen" eingesetzt werden.
Beide Werke sind als "Wörterbücher" gestaltet, die beliebte Debatten-Schlagwörter erklären und in einen Kontext setzen wollen.

Das eine kommt, vereinfacht formuliert, von "rechts", das andere von "links". Beide erheben den Anspruch, die Kampfbegriffe der jeweils anderen Seite entzaubern zu wollen.

Die Macher des umstrittenen deutschen Propaganda-Portals "Nius", Pauline Voss und Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt, schreiben in "Links - Deutsch /Deutsch -Links" gleich zu Beginn: "Nichts ist mächtiger als das Wort, und wir leben in einem Land linker Worte." Erschienen ist es im Westend-Verlag, der zuletzt so weit nach rechts gerutscht ist, dass sich zahlreiche Autorinnen und Autoren in einem offenen Brief distanzierten.

Linke Worte, das sind für sie zum Beispiel: Brandmauer, Energiewende, Extremwetterereignis, Femizid, Geflüchtete, Gender-Pay-Gap, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Islamophobie, Mansplaining, Meinungsfreiheit, Nazi, Qualitätsmedien, queer, Triggerwarnung.'Femizid' beschreiben sie als "das Steckenpferd radikaler Aktivisten, die behaupten, Frauen würden täglich von der toxischen Männlichkeit systematisch ausgelöscht, während sie Statistiken im Kontext von Zuwanderung ignorieren und stattdessen den Zeitgeist mit Opfer-Narrativen fluten". Den Begriff 'Transfrau' übersetzt Pauline Voss mit nur einem Wort: "Mann."

So weit, so vorhersehbar und polemisch. Die Antwort auf das "Nius"-Handbuch kommt von Matthias Kurt, schaut ihm zum Verwechseln ähnlich und heißt "Rechts -Deutsch / Deutsch -Rechts. Was sie meinen. Was sie sagen. Was sie verschweigen. Eine entlarvende Erwiderung". Es ist, wie der Untertitel verrät, durchaus aktivistisch angelegt. Der Autor -laut Verlag ein Politik-und Medienwissenschaftler - verschanzt sich hinter einem Pseudonym. Er möchte "seine Familie und seinen Seelenfrieden schützen". Das ist schade, weil Anonymität Argumente noch nie besser gemacht hat. Sachlichkeit ist auch nicht seine Stärke.

Das Buch soll eine "Übersetzungshilfe" für all jene sein, "die sich von populistischen Phrasen nicht den Kopf vernebeln lassen wollen". Im Anhang findet sich ein Bullshit-Bingo für den Talk-Showabend. Rechte Worte, die dechiffriert werden, sind etwa: Abendland, Altparteien, Establishment, Frühsexualisierung, Gutmensch, Klimahysterie, Lügenpresse, Ökodiktatur, Remigration, Staatsfunk, Umvolkung, Wutbürger, Zensur. 'Establishment' wird so erklärt: "Was sie sagen:,Wir sind die Anti-Establishment-Partei!' Was sie meinen:,Wir sind gegen alles, was funktioniert -und für alles, was sich dagegen empört.' Übersetzungshilfe: ,Anti-Establishment' ist das Wort, das eine Partei mit 152 Bundestagssitzen und 123 Millionen Euro staatlicher Finanzierung benutzt, um so zu tun, als gehöre sie nicht zu dem System, von dem sie glänzend lebt."

Fazit: Polemik und Ironie beherrschen die "Nius"-Autoren besser, den Diskurs weiterzubringen vermögen beide Wörterbücher nicht. Idealerweise macht sich bald einmal eine Linguistin oder ein Linguist die Mühe, die Schlagwörter aus der linken wie rechten Debattensphäre in einem Sammelwerk fundiert und seriös zu analysieren.

In dieser Rezension ebenfalls besprochen:

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