Das andere Geschlecht
Sitte und Sexus der Frau

von Simone de Beauvoir

€ 16,50
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Übersetzung: Uli Aumüller
Übersetzung: Grete Osterwald
Verlag: ROWOHLT Taschenbuch
Format: Taschenbuch
Genre: Philosophie/20., 21. Jahrhundert
Umfang: 944 Seiten
Erscheinungsdatum: 01.08.2000


Rezension aus FALTER 50/2014

Zehn Bücher, die man kennen muss – von Geld und Sex bis zur Reproduktion

In einer Debatte, die so emotional und kontroversiell geführt wird wie jene über die Geschlechter, meinte Virginia Woolf (1882–1941) schon 1928, könne niemand die Wahrheit für sich beanspruchen. Deswegen hält sie ihren Essay, der aus zwei Vorträgen hervorging, bewusst subjektiv. Auf die Suche nach der Frauenfrage begibt sie sich in Bibliotheken – und findet dort, dass Frauen das von Männern "am häufigsten abgehandelte Tier des Universums sind". Zumindest hier kann im Vergleich zu heute ein deutlicher Fortschritt verbucht werden. Was Woolf für am wichtigsten hält, besitzen allerdings immer noch nicht alle: eigenes Geld und ein eigenes Zimmer. Sie hatte zwar offiziell die Aufgabe, über Frauen und Literatur zu referieren, trotzdem ist aus ihrer mit feiner Klinge geschriebenen Polemik einer der Grundlagentexte der feministischen Literatur geworden, der sich empathisch in das Frauenleben früherer Jahrhunderte einfühlt, um zu erkunden, warum es immer noch so wenige Autorinnen, Wissenschaftlerinnen und Unternehmerinnen von Weltrang gibt. Eine Pflichtlektüre.

Kirstin Breitenfellner in FALTER 50/2014 vom 12.12.2014 (S. 57)



Rezension aus FALTER 9/2011

Beauvoirs Traum

Es sind 700 engbedruckte Seiten in einer schon recht vergilbten Ausgabe von 1970. Das Buch sieht aus, als sei es aus einer anderen Zeit. Doch genau das ist es nicht. Beauvoirs Klassiker ist eine Tour de Force durch Literatur, Geschichte, Religion, Mode und Psychoanalyse, lebensprall und scharfsinnig. Was sie seziert, beschäftigt uns heute noch immer: das verzweifelte Bemühen von Frauen, Männern zu gefallen. Die "Aufteilung der Menschenwesen in zwei getrennte Kategorien". Beauvoir träumte von einem "geschwisterlichen Menschenpaar", das einander in Achtung und Selbstbestimmung begegnet. Ganz geschafft haben wir das noch nicht.

Sibylle Hamann in FALTER 9/2011 vom 04.03.2011 (S. 15)


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