Freiheit herrscht nicht

Gespräche und Interviews
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Kurzbeschreibung des Verlags:

Mit zunehmender Bekanntheit ab den 1960er Jahren wurde der österreichische England- Exilant Erich Fried immer öfter zu Interviews, Gesprächen und Diskussionsrunden eingeladen. Der engagierte Dichter, kämpferische Zeitzeuge, aber auch der ›Moralist‹ trat als Galionsfigur einer zerstrittenen (Neuen) Linken auf.
Der beste Kenner von Frieds Leben und Werk, Volker Kaukoreit, stellt zusammen mit Tanja Gausterer erstmals die wichtigsten Gespräche und Interviews in Ausschnitten vor. Sie zeichnen die zentralen biografischen Stationen Frieds nach und geben zugleich ein vielfältiges Bild seiner Zeit.
Gesprächspartner sind so prominente Zeitgenossen wie Peter Weiss, Alexander Mitscherlich, Heiner Müller und Josef Haslinger.

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FALTER-Rezension

Der mit dem Wolf tanzt

Am 23. April 1986 kam es zu einem vielbeachteten Auftritt zweier Persönlichkeiten, den im Großen Saal des Wiener Konzerthauses über 2000 und live vor den Rundfunkgeräten noch sehr viel mehr Menschen verfolgten. Die zwei ­Männer waren praktisch gleich alt und hätten dieser Tage ihren 100. Geburtstag begangen.

Darüber hinaus teilten sie auch noch eine Reihe auffälliger Eigenschaften. Als streitbare und vielfach unbequeme Zeitgenossen suchten sie die öffentliche Auseinandersetzung, ja taten dies mit sichtlichem Gusto. Gemeinsam war ihnen schließlich auch eine lebenslange Einschränkung ihrer Mobilität, die dazu führte, dass der eine sich eines Stocks bedienen musste, der andere sein letztes Lebensjahrzehnt im Rollstuhl saß. Dass dieses Handicap zu ihrem Misstrauen gegenüber einem auf Durchsetzungswillen und Ego-Panzerung beruhenden Menschen- und Männerbild beigetragen hat, ist anzunehmen.

Erwin Ringel und Erich Fried, der Psychiater und der Dichter, beide hatten für die Reeducation Österreichs mehr getan als die meisten. Beide hatten den liebgewonnenen und von der Moskauer Deklaration (1943) beglaubigten Mythos von Österreich als dem „ersten Opfer Hitlers“ abgeklopft und für hohl befunden, lange schon bevor Bundeskanzler Franz Vranitzky in seiner Nationalratsrede vom Juli 1991 diese Lebenslüge des Landes gleichsam offiziell beendete, indem er sich zur „Mitverantwortung“ der Österreicher und Österreicherinnen an den Verbrechen des „Dritten Reichs“ bekannte.

Ringel, dieser Diagnostiker der „Österreichischen Seele“ (so der Titel seines bekanntesten, 1984 erschienenen Buches), erblickte in einer lieblosen, auf „Respekt“ fixierten Erziehung den Nährboden einer gewaltbereiten, autoritären und totalitären Disposition. Und darin stimmte ihm Fried vorbehaltlos zu. Als Ringel den alttestamentarischen Mythos vom Brudermord im Rahmen der erwähnten Doppelconference als ein Drama des nicht-angenommenen Kindes deutete – „Gott hat den Kain geschädigt, indem er ihn weniger liebte als Abel“ –, konterte Fried mit einer Gegengeschichte: In seiner Erzählung „Präventivschlag“ ist es nun Abel, der, die mörderischen Absichten seines Bruders antizipierend, den Kain erschlägt.

Das war einerseits eine etwas platte Parabel auf das nukleare Wettrüsten – Michael Gorbatschow war erst seit wenigen Wochen Generalsekretär der KPdSU und noch nicht Staatspräsident –, andererseits Ausdruck von Frieds dialektischem Misstrauen gegenüber allen eindeutigen Täter- und Opferzuschreibungen.

Bei aller Einhelligkeit war der Auftritt dieser beiden öffentlichen Intellektuellen – protokolliert in dem Band „Die da reden gegen Vernichtung“, der auch Statements und Arbeiten von Alfred Hrdlicka enthält – aber auch von einem eklatanten Ungleichgewicht der rhetorischen Arsenale gekennzeichnet. Die Auslassungen Ringels, dieses stets auch ein wenig aufbrausenden Kanzelredners, füllen Seiten und bringen – quasi ­bibelabwärts – Dutzende gewichtige Zitate in Anschlag, während sich Erich Fried als der Igel erwies, der immer schon da war und noch ein, zwei thematisch passende Gedichte in petto hatte.

Diese funkeln nicht dunkel, widersetzen sich nicht mit kristalliner Härte dem interpretatorischen Zugriff, sondern ähneln eher eingängigen, in Zeilen gebrochenen Sprüchen, die durchaus geeignet sind, auf T-Shirts gedruckt oder auf Pölster gestickt zu werden: „Wenn die Friedensliebe / der einen / mit voller Wucht / auf die Friedensliebe / der andern stößt / gibt es Krieg.“

Auch „Was es ist“ durfte zu diesem Anlass nicht fehlen, Frieds zwei Jahre zuvor entstandener „Greatest Hit“, in dem der Liebe gegen alle Einwände von Vernunft, Vorsicht, Angst, Berechnung und Erfahrung das letzte Wort erteilt wird: „Es ist was es ist / sagt die Liebe.“ „Manchmal wünschte ich, ich hätte das Ding nie geschrieben“, hatte Fried seiner dritten Frau, Catherine Boswell, geklagt, aber an diesem Tag war es wieder einmal fällig.

Fried war keiner, der das schnelle Gedicht aus tagesaktuellem Anlass scheute, und permanent am Dichten. Selbst während er den Ausführungen anderer – angeblich aufmerksam – lauschte, beschrieb er Zettel, und seiner Frau Catherine erklärte er eines Tages zum Frühstückstee nicht unstolz, an diesem Tag bereits 16 Gedichte verfasst zu haben.

Diese karnickelhafte, um pädagogische Handreichungen selten verlegene Produktivität veranlasste Frieds Freund und Gruppe-47-Kollegen, den Literaturkritiker und Germanisten Hans Meyer, zu einer spöttischen Paraphrase auf Paul Gerhardts berühmtes Kirchenlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“: „Geh aus mein Herz und suche Fried: / Das Morgenblatt soll er bedichten, / Damit beim Lesen der Geschichten/ Man gleich die Nutzanwendung zieht.“ Worauf der durchaus etwas verschnupfte Büchner-Preisträger von 1987 seinerseits mit der Abwandlung eines Büchner-Zitats konterte: „Die Nutzanwendung, daß sie jeder sieht:/ Krieg den Palästen, aber Fried’ dem Fried.“

Es waren indes vor allem die Liebesgedichte des Polit-Lyrikers und Aktivisten Fried dafür verantwortlich, dass sich einige von den legendären Quartheften des Wagenbach Verlags auch in bürgerlichen Bücherregale fanden, womöglich gleich neben der „Kunst des Liebens“ des sanften Freudo-Marxisten Erich Fromm.

Erich Fried war der sowohl kirchentagstaugliche als auch teach-in-kompetente Mann, der nicht nur offene Türen einzurennen, sondern auch in Streitigkeiten zu vermitteln vermochte. Vor allem innerhalb der notorisch zerrissenen und sektiererischen Linken der 1970er-Jahre wirkte er als Integrationsfigur, obwohl oder gerade weil er seine humanitäre Gesinnung nie erpresster Solidarität opferte.

Frieds Lyrik gewordene Ermahnungen und Einsprüche – etwa darüber, dass die Selbstgerechtigkeit sich besser als Rechte dünkender Linker selbst schon wieder „rechts“ sei („Links rechts links rechts“ 1981) – muten in ihrer gravitätischen Didaktik (nicht erst) heute etwas tranig an. Wohingegen sich zum Beispiel „Humorlos“ in seiner Lakonik und der sarkastischen Spannung zwischen Überschrift und Inhalt eine entwaffnende epigrammatische Eindringlichkeit bewahrt hat: „Die Jungen/ werfen/ zum Spaß/ mit Steinen/ nach Fröschen // Die Frösche/ sterben/ im Ernst.“

Das Spruchgedicht war 1967, dem Jahr des Sechstagekriegs, in dem Band „Anfechtungen“ erschienen. Darin ebenfalls enthalten: Das bekannte „Höre, Israel“, mit dem der Autor gegen die Palästinenserpolitik Israels protestierte: „Als wir verfolgt wurden/ war ich einer von euch/ Wie kann ich das bleiben/ wenn ihr Verfolger werdet?“ Am 2. Juni desselben Jahres war in Berlin auf einer Anti-Schah-Kundgebung der Student Benno Ohnesorg vom Polizisten Karl-Heinz Kurras aus kurzer Distanz von hinten erschossen worden. Kurras, der später als Stasi-Mitarbeiter enttarnt wurde, war trotz Widerlegung der Notwehrbehauptung vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden, ein Umstand, der die Gründung der Bewegung 2. Juni, den Terrorismus der Roten Armee Fraktion (RAF) und den „Deutschen Herbst“ zur Folge hatte.

Fried bezog auch hier vorsätzlich den Platz zwischen den Stühlen. Er verachtete den seine kriminellen Energien politisch bemäntelnden Andreas Baader, hatte aber höchsten Respekt vor dessen RAF-Mitstreiterin Ulrike Meinhof, die er in seinem Telegramm anlässlich ihres Begräbnisses als „größte deutsche Frau seit Rosa Luxemburg“ bezeichnete (Hannah Arendt oder Sophie Scholl wären eventuell auch eine Option gewesen). Er lehnte terroristische Gewalt ab und hielt in seinem Epitaph „Auf den Tod des Generalbundesanwalts Siegfried Buback“ (Buback wurde am 7. April 1977 von der RAF ermordet, Anm.) fest, dass „dieses Stück Fleisch“ auch einmal „ein Vater voll Liebe“ war. Zugleich insistierte er in seinem einige Monate davor entstandenen Gedicht „Die Anfrage“ darauf, dass Leute wie Meinhof oder der damals noch linksextreme, später zum Neonazi mutierte Horst Mahler von „den Herrschenden“ so weit getrieben worden seien, „daß sie den Sinn verloren / für das was in dieser Gesellschaft / verwirklichbar ist“.

Darüber, was ihm als verwirklichbar und als aussichtslos erschien und wer mit seiner „Feindesliebe“ rechnen durfte und wer nicht, entschied Fried von Fall zu Fall. Als ihn sein österreichischer Kollege Josef Haslinger im Jahr 1987 in einem etwas inquisitorisch geführten Interview – nachzulesen in dem soeben neu aufgelegten Band „Freiheit herrscht nicht“ – dafür kritisierte, für die „staatstragende“ SPÖ Werbung zu machen, wies Fried die Vorwürfe von sich: „Ja, aber glaubt’s ihr, dass es bei einem ÖVP-Stadtrat besser werden würde? Sogar wenn der Zilk [damals Wiener Bürgermeister, der Fried zwei Jahre zuvor mit dem Goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet hatte, Anm.] ein geradezu anarchistischer Kämpfer und Wiederhersteller des Sozialismus in der sozialdemokratischen Partei wäre, könnte er damit allein höchstens politischen Selbstmord begehen.“

Fried hatte den Sozialdemokraten Kurt Steyrer im Präsidentschaftswahlkampf gegen den seine NS-Vergangenheit verschweigenden und leugnenden ÖVP-Kandidaten Kurt Waldheim unterstützt und sich auch für die Wahl Franz Vranitzkys zum Bundeskanzler starkgemacht.

Während Fried im erwähnten Interview in Hinblick auf den ÖVP-Parlamentarier Friedrich König, der die diktatorischen Regime in Chile und Südafrika legitimiert hatte, befand, dass „Anspucken […] schon das Richtige für so einen Politiker [wäre]“, hatte er Jahre zuvor ein selbst für Freunde und Mitstreiter äußerst befremdliches Verständnis für den deutschen Neonazi Michael Kühnen entwickelt.

Der hätte im Jänner 1983 in der deutschen TV-Talkshow „3 nach 9“ gemeinsam mit Fried auftreten sollen, war aber vor Ort wieder ausgeladen worden. Nachdem Fried diese Entscheidung in der Sendung selbst kritisiert hatte und von Kühnen unmittelbar nach der Ausstrahlung in der Kantine der Rundfunkanstalt telefonisch kontaktiert worden war, entspann sich zwischen den beiden eine bis ins Jahr 1987 fortgeführte Beziehung, die der Publizist Thomas Wagner in seinem vor kurzem erschienenen Buch „Der Dichter und der Neonazi“ ein bisschen wichtigtuerisch als „deutsche Freundschaft“ ausgewiesen hat.

Tatsächlich belegt die Korrespondenz – je acht Briefe von beiden Seiten sind erhalten – einen sehr respektvollen und anscheinend von vorbehaltloser Sympathie getragenen Umgang miteinander. Darüber hinaus hatte Fried, der den inhaftierten Neonazi auch im Gefängnis besuchte, in dem Sammelband „Vorübungen für ein Wunder“ das Gedicht „Um Klarheit“ mit der – in anderen Ausgaben fehlenden – Widmung „für M.K.“ versehen und Kühnen den Band zukommen lassen. „Aber am Steilrand der Hoffnungslosigkeit“ heißt es dort an einer Stelle, „lebt noch das Andere weiter/ und kann leuchten/ […] vielleicht auch aus denen/ die irren / verwirrt von der Zeit/ die aber den Blick ins Weite/ und ihren Hunger nach Schönheit/ und ihre Liebe/ nicht ganz von sich abgetan haben“.

Wagner mutmaßt, dass eine „Vater-Sohn-Projektion“ geholfen habe, „den politischen und moralischen Abgrund“ zwischen den beiden zu überbrücken. Dass Kühnen die Zuwendung des hochgeachteten Dichters, eines Linken und Juden zumal, geschmeichelt hat und als Zuerkennung der vollen Gesellschaftsfähigkeit erschienen sein mag, ist leicht nachzuvollziehen. Erich Fried wiederum wollte die bereits 1960, in seinem einzigen Roman, „Ein Soldat und ein Mädchen“, artikulierte Überzeugung, dass die Aufarbeitung der eigenen Schuld durch Täterinnen und Täter „im allgemeinen nur möglich ist, wenn Menschen von der anderen Seite bereit sind zu verstehen und zu lieben“, bewiesen sehen.

Im Falle Kühnens, dessen hochidiosynkratischen Neonazismus Fried offenbar als eine Form von verblendetem Idealismus und – analog zu dem bekannten Song der Ärzte – als einen stummen Schrei nach Liebe verstanden wissen wollte, war der Dichter bis zu seinem Lebensende der jeglicher Grundlage entbehrenden Auffassung, er – und wohl nur er – habe den 1991 an den Folgen seiner Aids-Erkrankung verstorbenen Neonazi zu irgendeiner Einsicht oder Einkehr verholfen.

Biografische Gründe für diesen Irrtum findet man, wenn man Frieds vielleicht schönstes Buch liest, die ebenfalls neu aufgelegten Erinnerungen „Mitunter sogar Lachen“. Darin erzählt er in zugleich erschütternden und erheiternden, das Ankedotische streifenden Schlaglichtern von seiner „Wunderkindzeit“ in Wien, als er bereits mit fünf Jahren zum gefeierten Schauspielstar avancierte; von den ihn prägenden Ereignissen des Polizeimassakers vom 15. Juli 1927 („Justizpalastbrand“) und der blutigen Niederschlagung der Arbeiterschaft im Februar 1934 durch den „klerikalen Dreiviertelfaschismus“ Engelbert Dollfuß’; oder von der beginnenden Exil-Zeit in London, in der er durch listenreiche Intervention vielen Menschen zur Emigration verhalf.

Faszinierend sind auch die Geschichten aus der Schulzeit – Fried besuchte das Gymnasium in der Wasagasse –, in der es zwischen dem im sozialistischen Lager stehenden Juden und den illegalen Mitgliedern der HJ immer wieder zu Formen der Kameradschaft und Solidarität kommt, die quer stehen zu den ideologischen Fronten: So warnt man sich etwa gegenseitig vor „der Schmier“ (der Polizei) und tauscht Propagandamaterial aus, um die eigene Sammlung zu komplettieren. Für den Hitlerjungen Herbert Papanek, Sitznachbar und Mathematikgenie, verfasst der Schüler Fried Liebesgedichte, mit denen der bereits 19-jährige Herbert seine Freundin beeindrucken möchte. Das Hindernis auf dem Weg zur Heirat – das Mädchen ist Jüdin – verschwindet, als sich herausstellt, dass Papanek zwar katholisch getauft, „der Rasse nach“ aber selber Jude ist.

Dafür stellt sich nun das Problem, wie man dem jungen, mittellosen Paar zur Emigration verhelfen soll. Dem ernsthaft besorgten HJ-Führer Bertel schlägt Fried vor, eine Sammlung zu veranstalten und – da Papanek als Jude naturgemäß keinen Zutritt zum HJ-Lokal mehr hat – die Abschiedsfeier in ein kleines Gasthaus zu verlegen, das noch keine Tafel ausgehängt hat, die bezeugt, dass „Jüdische Gäste unerwünscht!“ seien. Bertel findet das „eine Potenztippel­idee“, und so geschieht es. Herbert und seine Ruth wandern nach Bolivien aus; Bertel überlebt den Krieg und kehrt nach Wien zurück. Als Erich und Bertel einander wiederbegegnen, beginnen sie sofort wieder zu streiten – „fast wie in alter Zeit“.

Klaus Nüchtern in Falter 18/2021 vom 07.05.2021 (S. 32)

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ReiheWagenbachs andere Taschenbücher
ISBN 9783803128393
Erscheinungsdatum 08.04.2021
Umfang 160 Seiten
Genre Sachbücher/Kunst, Literatur
Format Taschenbuch
Verlag Wagenbach, K
Herausgegeben von Volker Kaukoreit, Tanja Gausterer
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