Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer - Die Komplettlesung
6 CDs

von Michael Ende

€ 22,50
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Gelesen von: Robert Missler
Empf. Lesealter: ab 6 Jahre
Verlag: Silberfisch
Format: Audio CD
Genre: Kinder- und Jugendbücher/Vorlesebücher
Umfang: 462 Minuten
Erscheinungsdatum: 30.07.2015


Rezension aus FALTER 32/2015

Neue Aufnahmen von Jim Knopfs Abenteuern

Auf Darwins späterem Schiff, der Beagle, fuhr ein junger Mann namens Jeremy Button nach England. Er soll, wie Julia Voss recherchiert hat, das Vorbild für eine der bekanntesten deutschsprachigen Kinderbuchgestalten sein: Jim Knopf. Wobei Michael Ende diesen Namen natürlich anders motiviert: Da Jim immer an einer bestimmten Stelle seiner Hose ein Loch hat, näht seine Ziehmutter, Frau
Waas, genau dort einen Knopf an.
Aber von vorne. Die Insel Lummerland wird regiert von dem gütigen, aber einfältigen König Alfons dem Viertel-vor-Zwölften. Er hat nur zwei Untertanen und einen ­Beamten, den Lokomotivführer Lukas. Als ein Paket mit einem dunkelhäutigen Baby auf der Insel abgegeben wird, gerät die Idylle aus dem Gleichgewicht. Denn naturgemäß wächst das Baby – Jim – und die Insel wird zu klein für alle. Lukas und Jim entschließen sich, ­Lummerland mit der ­Lokomotive Emma zu verlassen.
Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ erschien 1960, „Jim Knopf und die wilde 13“ folgte 1962. Sie wurden zu Klassikern, die nicht nur durch die fantastische Geschichte von Jim Knopf alias Prinz Myrrhen punkten, sondern auch durch tolle Erfindungen wie etwa das fliegende „Perpetumobil“, das Lukas und Jim mit zwei Brocken von den beiden Polen des Magnetfelsens und einem Schürhaken aus Emma bauen, aber auch durch sprechende Namen wie Lummerland und Kummerland, das Barbarische Meer, das Land, das nicht sein darf, usw.
Voss interpretiert sie als Gegenentwurf zu jenem Nazi-Gedankengut, mit dem Michael Ende (1929–1995) als Kind konfrontiert war, ­sowie zu einem missverstandenen Darwinismus. Aber das ist nicht das Wichtigste. Entscheidend ist, dass Kinder, ­gefragt, was ihnen an „Jim Knopf“ so gut gefällt, mit einem enthusiastischen „Alles!“ antworten. Die Hörspielfassung von 2010 mit Ulrich ­Noethen als Sprecher setzte ­Maßstäbe, die sich nur schwer überbieten lassen. Außer man bringt, wie der ­Silberfisch-Verlag, alles, also die ungekürzte Fassung – und lässt sie von ­Robert Missler, der Stimme des Grobi aus der „Sesamstraße“, lesen.

Kirstin Breitenfellner in FALTER 32/2015 vom 07.08.2015 (S. 28)

Weiters in dieser Rezension besprochen:

Jim Knopf und die Wilde 13 - Die Komplettlesung (Michael Ende)

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