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| Reihe | tranScript / Literaturwissenschaftliche Sonderreihe |
|---|---|
| ISBN | 9783903059108 |
| Erscheinungsdatum | 08.07.2016 |
| Genre | Belletristik/Essays, Feuilleton, Literaturkritik, Interviews |
| Verlag | EDITION ROESNER |
| Herausgegeben von | Klaus Gräbner, Erich Schirhuber |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |
„Dieses Schweigen, dieses furchtbare, undurchdringbare, endlose Schweigen, ich höre es bei Nacht, ich höre es am Tag, es erfüllt mein Ohr und meine Seele mit seinem unbeschreiblichen Schrecken.“
Der politische Stefan Zweig!
Viel zu wenig beachtet wurde bislang, dass Stefan Zweig, der Verfasser sensibler Erzählungen, mit ungeheurem Engagement Anteil an den politischen Themen seiner Zeit nahm: der Einigung Europas und den Gefahren, die nach dem Ersten Weltkrieg heraufzogen.
Überzeugt vom „Geiste der Humanität“ schreibt er mit unerschütterlicher Hoffnung gegen den Zerfall Europas an, appelliert flammend an die Vernunft, bringt engagierte Vorschläge –, schließlich befällt auch ihn das Gefühl der Hilflosigkeit …
Plastischer als viele Geschichtsbücher kündet das Buch – getragen durch Zweigs brillanten Stil und seine Tiefgründigkeit – von diesen bitteren Jahren. Zugleich könnten seine Gedanken zur europäischen Einheit gerade in der heutigen krisengeschüttelten Zeit Gewicht bekommen.
Durch dieses Buch fällt ein neues Licht auf Stefan Zweig – und durch diese sensationelle Lektüre ein besonderes auf unsere Geschichte und unsere Zukunft.
| Reihe | tranScript / Literaturwissenschaftliche Sonderreihe |
|---|---|
| ISBN | 9783903059108 |
| Erscheinungsdatum | 08.07.2016 |
| Genre | Belletristik/Essays, Feuilleton, Literaturkritik, Interviews |
| Verlag | EDITION ROESNER |
| Herausgegeben von | Klaus Gräbner, Erich Schirhuber |
| Lieferzeit | Lieferung in 2-5 Werktagen |

Klaus Nüchtern in FALTER 40/2016 vom 05.10.2016 (S. 32)
1936 hielt Stefan Zweig in Rio de Janeiro eine Rede über „Die geistige Einheit Europas“. Mit knapp 30 Seiten ist sie der mit Abstand umfänglichste der hier versammelten Texte und mutet in ihrer Intention, „zur moralischen Einheit der Welt“ beizutragen, so aktuell wie anachronistisch an.
Vom Turmbau zu Babel, dem Zweig unter Absehen vorsätzlicher göttlicher Intervention den schönen Legendensinn unterlegt, „dass aller Streit auf Erden immer aus einem Nichtverstehen stammt“, über die einheitsstiftenden Verdienste des römischen Imperiums und die von Luther und Calvin verschuldete Spaltung des Christentums kommt er auf die Ernüchterungen zu sprechen, wie sie sich in einem Weltkrieg manifestierten, der den europäischen Hochmut erschütterte und damals noch nicht „der Erste“ hieß. Die Lehre aus diesem: „trotz aller Bewunderung nicht zuviel von der Technik für den moralischen Fortschritt der Menschheit zu erhoffen“. Ja, eh.

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