Fisch & Meeresfrüchte

Das Standardwerk. Über 80 Rezepte, Tipps & Profiwissen. Von Rolf Straubinger, Träger des Bocuse d’Or als „Bester Fischkoch der Welt“
240 Seiten, Hardcover
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Reihe Matthaes Praxis
Themen Lifestyle, Hobbys und Freizeit Kochen, Essen und Trinken, Schreiben über Lebensmittel, Kochbücher TV-, Starkoch-, Restaurant-Kochbücher
ISBN 9783985410866
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 28.09.2026
Größe 28.2 x 22.2 cm
Verlag Matthaes
Fotograf Philipp Sedlacek
Herausgegeben von Matthaes
LieferzeitLieferung in 2-5 Werktagen
HerstellerangabenAnzeigen
Dorling Kindersley Verlag GmbH
Arnulfstr. 124 | DE-80636 Muenchen
produktsicherheit@dk.com
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Kurzbeschreibung des Verlags

Raffinierte Fischrezepte für Gourmets• Das Fisch- und Meeresfrüchte-Kochbuch von Rolf Straubinger, Gewinner des Bocuse d'Or "Bester Fischkoch der Welt" • Über 70 Rezepte: von kalten Aufstrichen über Fischsuppen und Bowls bis hin zu Fisch vom Grill • Mit kreativen Twists: Fisch-Tajine mit Süßkartoffeln und Salzzitronen, Büsumer Krabben mit Orange und Quinoa, Bachforelle im Kräuterflädle • Professionell zubereitet: Filetieren, Fond ansetzen, Sushi zubereiten – Küchen-Basics Step-by-Step

Rolf Straubingers Standardwerk der modernen Fischküche Seine große Liebe gilt dem Fisch: Rolf Straubinger , 1997 beim legendären Wettbewerb Bocuse d’Or als „bester Fischkoch der Welt“ ausgezeichnet, legt ein Fischkochbuch vor, das Maßstäbe setzt. Das beeindruckende Spektrum exzellenter Rezepte reicht von raffinierten Kreationen mit kaltem Fisch und Meeresfrüchten bis zu Gerichten aus dem Ofen und vom Grill, von Suppen, Pasta und Paella bis zur gehobenen Küche. Ob traditionell oder modern: Immer ist es Straubingers spezieller Twist, der begeistert. Eine umfangreiche Warenkunde mit Fokus auf Qualität und Nachhaltigkeit sowie präzise Schritt-für-Schritt-Anleitungen für Küchen- und Gartechniken machen dieses Buch zu einem Standardwerk , das Kreativität, Wissen und Handwerk auf höchstem Niveau vereint.

Das Standardwerk der modernen Fischküche: über 80 exzellente Rezepte, Grundlagen und Profiwissen von Sternekoch Rolf Straubinger.

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Reihe Matthaes Praxis
Themen Lifestyle, Hobbys und Freizeit Kochen, Essen und Trinken, Schreiben über Lebensmittel, Kochbücher TV-, Starkoch-, Restaurant-Kochbücher
ISBN 9783985410866
Sprache Deutsch
Erscheinungsdatum 28.09.2026
Größe 28.2 x 22.2 cm
Verlag Matthaes
Fotograf Philipp Sedlacek
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FALTER-Rezension

Das Einfache ist das Wahre

Armin Thurnher in FALTER 41/2026 vom 07.10.2026 (S. 46)

Ein kurzer Überblick über den Kochbuchherbst: Schnellküche dominiert, gesunde Ernährung ist wichtig, Grundsatzwerke haben wieder Saison und last not least werden Reisekochbücher, mit Ausnahme asiatischer Themen, seltener.

Zwei Bestseller dominieren den Herbst. In Yotam Ottolenghis Simple Too wie in Jamie Oliver's Fast Food kommt das Bedürfnis unserer Zeit offenbar perfekt zum Ausdruck. Man möchte selbst kochen, möchte kreativ sein, in der Küche stehen, aber das Ganze muss in das moderne Leben eingepasst sein, nicht nur als Exekution von Rezepten oder Gerichten, sondern vor allem als Ausdruck und Verhaltensweise. „Meine Art zu kochen setzte sich schon immer aus dieser eklektischen Mischung zusammen, inspiriert von dem, was um mich herum geschieht“, sagt Ottolenghi. Im Kühlschrank hat er nur ein paar simple Zutaten, mit denen er kreativ ohne Ende sich selbst und seine Familienmitglieder glücklich macht.

Das ist auch die Idee der Küche seines Konkurrenten Jamie Oliver, und je nach Präferenz, ob man eher exotische Fusion-Akzente möchte oder doch eher einen Working-Class-Touch, wird man zu Ottolenghi greifen oder zu Jamie. Wir haben hier Küche als Lebenshilfe und Küche als Lebensform, das Ganze natürlich modern, schnell und mühelos in die Abläufe des rundum getakteten digitalisierten Individuums eingepasst, das durch die gesuchten Zutaten das Gefühl bekommt, es sei nicht maschineller Teil eines Prozesses, sondern ein wertvolles Individuum. Das wollen wir nicht geringschätzen, es erklärt auch den durchschlagenden Erfolg des weltläufigen und in London kochenden Israelis Ottolenghi.

Nimmt sich Ottolenghi noch mindestens 30 Minuten, um zu kochen, ist Jamie Oliver noch kompakter. Er bietet uns Rezepte, die in 20 Minuten fertig sind, wobei selbstverständlich auch hier ein Kühlschrank und eine gefüllte Speisekammer Voraussetzung sind. Oliver zeigt uns in „Fast Food“ „clevere Abkürzungen“, wie er es nennt. Seine Zutaten sind alle im Supermarkt erhältlich, aber für die Basics wie Öle, Aromaten, Paniermehle, Saucen, Dosen, nützliche Gläser, Nudeln, Kräuter und Gewürze muss man schon einmal ordentlich einkaufen. Damit ist schon das halbe Kochbuch beschrieben. Es folgen zahllose Hähnchenvariationen, durchaus nützliche Pasta-Gerichte, Variationen mit Hülsenfrüchten, Salate, Fisch. Obwohl Oliver keineswegs Koriander & Co scheut, wirkt das Ganze etwas forciert aufgefrischt (Fetzige Fisch-Lasagne, Spritzige Lachs-Tacos), aber insgesamt eben doch eher hausmännisch.

Auch Christian Henze ist ein Experte der schnellen, modernen Küche und widmet sich nunmehr in ­Airfryer-Blitzrezepte Backen dem Airfryer, dem, wie er sagt, spannendsten Küchengerät seit langem. „Er spart Energie, arbeitet fettarm, ermöglicht feines Braten und Garen, lässt sich im Handumdrehen reinigen und ist unglaublich vielseitig.“ Tatsächlich lassen sich in einem Airfryer nicht nur Chips herstellen, sondern durchaus kompliziertere Gerichte wie saftiges Tandoori-Hähnchen, eine Pizzavariation, Süßspeisen, knusprige Gemüsegerichte und Aufläufe. Sogar ein Kaiserschmarrn ist möglich.

Das moderne Brot ist löchrig, wie Kundinnen der angesagten, sauteuren Wiener Modebäcker wissen. Das hat seinen Grund, und Claudio Perrando, welterfahrener Bäcker und Backexperimentator, erklärt ihn uns in High Hydration. Open Crumb in Perfection. Es geht um „Brot mit außergewöhnlich offener Krume und sehr hoher Hydratation“. Heißt was? „Wasser ist der stille Dirigent des Backens“, sagt Perrando und erklärt uns minutiös, wie ein Brot „am Limit“ entsteht. Mit schnell, schnell geht hier gar nichts, hier wird Handwerk auf höchster Stufe geboten. Am Ende der Mühe belohnt einen ein wirklich krustiges Baguette oder ein Landbrot im modernen Stil. Mit Löchern.

Fett ist bekanntlich Geschmacksträger. Erfrischend mutig, ihm ein ganzes Kochbuch zu widmen. Lukas und Maria Grossmann wollen es in Fett schmeckt in sein Recht setzen, nachdem es von den Kohlenhydraten verdrängt und in die Rolle des Ernährungsbösen gedrängt wurde. Balance ist auch hier alles. Fett kommt wieder, und wie! Zumindest in diesem schönen Buch, auch wenn sprachliche Unarten den Genuss leicht trüben: „Heute wird Butter mal gefeiert, mal gehated.“ Das mit Butter umhüllte, drei Tage im Kühlschrank reifende Steak probiere ich trotzdem.

Zum Thema Grundsatzwerk gehören zwei gegen den Trend monumentale, vollkommen seriöse, unverspielte und enzyklopädische Werke zum Thema Fisch. Sie bringen beide Warenkunde, Verfahrensweisen, Bild-für-Bild-Rezepte und viel Erfahrung der Autoren, beide Köche. Die Wahl fällt schwer, ob man sich unter den beiden Michelin-Besternten für Fisch des Briten Nathan Outlaw oder für Fisch & Meeresfrüchte des Deutschen Rolf Straubinger entscheidet; der Erste kommt vielleicht einen Hauch mondäner daher, der Zweite etwas gründlicher (vom Vorspeisenhäppchen angefangen). Am besten beide nehmen!

Grundsätzlich kann man auch sein, ohne monumental zu werden. Das kleine, elegante Büchlein Wie erkennt man eine ­reife Melone fasst die beliebte Serie des SZ-­Magazins zusammen, kurz, bündig und geistreich. Frag die Oma sorgt in all der Modernität für einen Hauch Nostalgie, wenngleich mit leichtem Augenzwinkern, gibt die Oma doch zu erkennen, dass sie auch einmal jung war. Renate Kaufmann schreibt als und ist die Oma, und ihre Tipps kann man ­wirklich brauchen. Spätestens mit der Schinkenrolle hat sie mein Herz vollends gewonnen.

Den gesunden Teil erledigen wir ganz kurz mit einem Dreierpack. Der bewährte englische Koch Hugh Fearnley-Whittingstall widmet sich in Ballaststoff-Power (AT Verlag, € 39,–) mit seinen Country-tauglichen Rezepten den Ballaststoffen im Gemüse; Diana Scholl zelebriert in Gemüse ­Deluxe (DuMont, € 32,90) elegante, aber sehr alltagstaugliche Varianten aus „ganz normalen Pflanzen“ mit ganz exotischen Namen (Okonomiyaki ist ein Erdäpfelomelett); und Karin Bucharts Kneipp-Buch Die ­Mikrobiom-Ernährung (€ 28,–) informiert uns in erstaunlicher Breite und Tiefe über das entscheidende Wirken von Mikroben in unserem Essen, unserer Umwelt und unserem Körper. Wussten Sie, dass wir auch mit der Nase Nahrung aufnehmen? Die paar Rezepte darin sind nützlich, wirken aber vor dieser Infoflut fast unscheinbar.

Zum Schluss zwei asiatische Bücher, beide schön, beide mit einem Hauch von Wehmut behaftet. So schmeckt Hongkong zeigt die verlorene Mischung aus Ost und West und demonstriert, wie sehr westliche Klischeegerichte wie French Toast oder auch ein schlichter Zitronentee nach Hongkong-Art verfeinert und neu gedacht werden können, aber man findet auch anspruchsvolle Rezepte wie jenes für Mango-Mochis. Die schöne Gestaltung lässt Nostalgie auf eine Stadt aufkommen, deren gemischt west-östlicher Charakter hinter einer Systemgrenze verschwunden ist. Was auch im Fall der in Berlin wohnenden, in Peking geborenen Bloggerin Sissi Chen zutrifft. Sie unternimmt in Eating in Taiwan eine kulinarische Reise in ihre Heimat Taiwan, die möglicherweise bald verschwindet.

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