Die Lebensentscheidung

Novelle | Ein Buch, das uns nicht nur lehrt, dass das Leben anders weitergeht als erwartet
158 Seiten, Hardcover
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ISBN 9783518432747
Erscheinungsdatum 18.02.2026
Genre Belletristik/Gegenwartsliteratur (ab 1945)
Verlag Suhrkamp
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HerstellerangabenAnzeigen
Suhrkamp Verlag GmbH
Torstr. 44 | DE-10119 Berlin
info@suhrkamp.de
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Kurzbeschreibung des Verlags



Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine »Lebensentscheidung« und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89. Geburtstag in Wien besucht, verschweigt er ihr jedoch seinen vorgezogenen Ruhestand. Und auch das Gespräch mit Nathalie, mit der er seit vier Jahren in Brüssel eine Beziehung führt, über die gemeinsame Zukunft misslingt. Dann treten wiederkehrende Schmerzen auf, die sich nicht länger ignorieren lassen. Der Befund: Krebs, unrealistisch, dass er noch ein Jahr lebt. Und mit einem Mal geht es allein darum, seine Mutter darüber zu täuschen, ihr den Schmerz zu ersparen, ihren Sohn sterben zu sehen:

»Überleben konnte für ihn nur heißen, seine Mutter zu überleben. Vor ihr, bis zu ihrem Tod, seine Krankheit zu verheimlichen. Es ging jetzt um einen Überlebenswettkampf. Das war jetzt die Lebensentscheidung.«





Kann man über sein Leben entscheiden? Nicht über das Ende, sondern mit Willenskraft über das Weiterleben, länger, als erwartbar wäre? Mit existentieller Wucht und dennoch leichtfüßig erzählt Robert Menasse in
Die Lebensentscheidung
von einem Wettlauf mit dem Tod. Leben und Sterben, Liebe und Familie, darum geht es in dieser raffiniert-kunstfertigen Novelle.


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ISBN 9783518432747
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FALTER-Rezension

Der neue Menasse: Die Liebe als wechselseitige Umklammerung

Sebastian Fasthuber in FALTER 8/2026 vom 18.02.2026 (S. 28)

Franz Fiala stinkt' s! Als fleißiges Rädchen in der EU-Bürokratie hat er sich über Jahrzehnte zwischen seinen hehren Idealen und den für ihn oft niederschmetternden realpolitischen Entscheidungen aufgerieben. Jetzt blockieren Wutbauern die Straßen von Brüssel und laden Jauche und Mist vor dem Kommissionsgebäude ab. Fiala beschließt, seine kleine Bürozelle zu verlassen und nicht mehr zurückzukehren.

Wir wissen nicht, ob die Novelle "Die Lebensentscheidung" auch Robert Menasses Abschied von der Europäischen Union ist. Gut 15 Jahre beschäftigt sich der österreichische Autor schon mit der Materie; zwei Romane und zwei Essaybände sind daraus hervorgegangen. Im neuen Buch bildet die EU nun nicht mehr das alleinige Zentrum. Die Erzählung pendelt mit Franz Fiala zwischen Brüssel, wo er eine Freundin hat, und Wien, das ihm wieder zur Heimat werden soll.

Hier lebt seine Mutter, die sich aufgeopfert hat, damit ihr Sohn aus einfachen Verhältnissen aufsteigen konnte. Heute würde man sagen: Franz war ihr Projekt, und das ist er mit Ende 50 immer noch. Nicht von ungefähr trägt er den Namen einer Figur aus Franz Werfels Novelle "Tod eines Kleinbürgers".
Als Franz die sichere Todesdiagnose Bauchspeicheldrüsenkarzinom erhält, schließt er schnell ab. Das Sterben will er dennoch lang hinauszögern. Es gilt, die Mama zu überleben. Sie soll am besten gar nichts von seinem Krebs erfahren. Das führt nicht nur zu hübsch-skurrilen Verwicklungen, sondern auch zu wunderbar tragikomischen, tief rührenden Szenen von einem Sohn und seiner Mutter in wechselseitiger Zuneigung und Umklammerung.

"Die Lebensentscheidung" erzählt in prägnanter, schmuckloser Sprache von einem Kleinbürger, dem der berufliche Aufstieg gelungen ist. Dass es daneben auch ein anderes Leben gibt, realisiert er zu spät.

Menasses Einsatz für die EU in Ehren. Doch erst beim Schreiben über die großen Themen -Leben, Tod, Liebe und Familie - auf dem engen Raum einer Novelle läuft er als Erzähler zur Hochform auf.

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Über den Autor

Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren. Er absolvierte ein Studium der Germanistik, Philosophie und Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina. Anschließend lehrte er sechs Jahre lang an der Universität São Paulo und hielt vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab. Seit 1988 lebt Menasse als bekannter Romancier und Essayist zumeist in Wien. Seine erste Publikation "Nägelbeißen" erschien 1973 in der Zeitschrift "Neue Wege". Zu den bedeutendsten Werken Menasses zählt die "Trilogie der Entgleisung", welche sich aus "Sinnliche Gewissheit", "Selige Zeiten, brüchige Welt", "Schubumkehr" und der Nachschrift "Phänomenologie der Entgeisterung" zusammensetzt. Bekanntheit als Essayist erlangte er mit "Die sozialpartnerschaftliche Ästhetik" oder "Das Land ohne Eigenschaften". Für sein Werk wurden dem Schriftsteller unter anderem der Hölderlin-, Doderer-, Kaschnitz- und Fried-Preis sowie der Österreichische Kunstpreis verliehen.

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