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| ISBN | 9783950530001 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 06.10.2022 |
| Genre | Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik |
| Verlag | Thespis GmbH |
| Herausgegeben von | Erwin Javor, Stefan Kaltenbrunner |
| Lieferzeit | Lieferung in 3-10 Werktagen |
Zu Israel hat fast jede/r eine Meinung, die mehr oder weniger gefestigt ist und sich oftmals bekannter Stereotypen und Klischees bedient. Egal, ob es sich dabei um den Palästinenserkonflikt, die Siedlungspolitik, oder um den Frieden mit den arabischen Nachbarn handelt - zu Israel erlaubt man sich ein Urteil. Dabei spielt es in der Regel wenig bis gar keine Rolle, ob auch nur ansatzweise rudimentäre Kenntnisse zu Geschichte, Politik, Religion oder Gesellschaft vorhanden sind. Die Anthologie „Israel. Was geht mich das an?“ zeigt in 15 Kurzgeschichten, von national und international renommierten Autorinnen und Autoren, wie Ben Segenreich, Ahmad Mansour, Danielle Spera, Doron Rabinovici, Julya Rabinowich, Joshua Sobol, Peter Huemer, Esther Schapira, Wolf Biermann, Robert Schindel, Mirna Funk, Jaron Engelmayer, Christian Ultsch und Charles Lewinsky, das Land aus einer völlig neuen und einer ganz persönlichen Perspektive. Die Texte klären dabei auf, zeigen neue Blickwinkel, liefern Überraschendes, aber auch sehr Nachdenkliches.
| ISBN | 9783950530001 |
|---|---|
| Erscheinungsdatum | 06.10.2022 |
| Genre | Sachbücher/Politik, Gesellschaft, Wirtschaft/Politik |
| Verlag | Thespis GmbH |
| Herausgegeben von | Erwin Javor, Stefan Kaltenbrunner |
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Barbaba Tóth in FALTER 47/2022 vom 23.11.2022 (S. 21)
"Israel was geht mich das an?", haben die Herausgeber Erwin Javor und Stefan Kaltenbrunner 14 Autorinnen und Autoren gefragt und ihre Frage auch gleich zum Titel ihres Sammelbandes gemacht. Die Antworten sind so unterschiedlich wie die Personen, die sie geschrieben haben. Sehr persönlich bei jenen, deren Familiengeschichte mit dem Land verbunden ist.
Etwa wenn Schriftsteller Robert Schindel seine jüdisch-kommunistische Jugend aufarbeitet. Oder Falter-Autor Harry Bergmann die Geschichte seines Vaters, der seine Karriere als Taxifahrer in Tel Aviv begann, skizziert. Oder sachlich-analytisch, wenn Journalist Peter Huemer ausgehend von der oft gehörten Formulierung "Ich hab ja nichts gegen Juden, aber ..." über den Antisemitismus im Nachkriegs-Österreich von Bruno Kreisky bis zu Jörg Haider schreibt. Oder Presse-Außenpolitikexperte Christian Ultsch ein Generationenporträt der "1986er" liefert, das auch sein "Schlüsseljahr" war. Ultsch wurde mit der Affäre Waldheim politisiert, dem vergangenheitspolitischen Bruch in Österreichs Zeitgeschichte. Der "Opfermythos" von Österreich als erstes Opfer Nazi-Deutschlands war danach endgültig nicht mehr haltbar.
Emotional, weil jüdisch, und analytischinteressiert, weil österreichisch, diese beiden Zugänge repräsentieren auch die Herausgeber. Javor, ein Industrieller und Mäzen, bringt sich seit Jahrzehnten als Förderer von Kunst und Publizistik ein. Er gründete die jüdische Zeitschrift Nu und ist der Kopf hinter der Plattform Mena-Watch, die sich dem Beobachten von deutscher "Israelkritik" verschrieben hat. Kaltenbrunner, Journalist mit Stationen bei Kurier, Datum und Puls 24, ist Arabist. Es ist ein gelungener Sammelband, weil er von der Ausdruckskraft der Autoren und ihren persönlichen Perspektiven lebt. Israel, das lernen die Leserinnen und Leser, ist eben viel mehr als ein vergleichsweise junger Staat mit beeindruckender Forschungs-und Wirtschaftskultur. Es ist ein Sehnsuchtsort, intellektuelle Heimat und Schutzmacht.

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